Filmstart: 24. November 2016

Der Film „Florence Foster Jenkins” erzählt die wahre Geschichte der gleichnamigen, legendären Erbin und exzentrischen Persönlichkeit im New York der 40er-Jahre. Geradezu zwanghaft verfolgt sie ihren Traum, eine umjubelte Opernsängerin zu werden. Die Stimme, die sie in ihrem Kopf hört, ist wunderschön. Für alle anderen klingt sie einfach nur grauenhaft. Ihr „Ehemann” und Manager St. Clair Bayfield (Hugh Grant) ist entschlossen, seine geliebte Florence (Meryl Streep) vor der Wahrheit zu beschützen. Als Florence aber beschließt, ein öffentliches Konzert in der Carnegie Hall zu geben, muss sich St. Clair seiner größten Herausforderung stellen. Der Film wurde in Großbritannien gedreht.

Für die New Yorker Außenaufnahmen wurde in Liverpool gedreht. Regisseur Stephen Frears erklärt diesbezüglich: „Wir hätten nicht im heutigen New York drehen können, weil es nicht mehr wie in den 40er-Jahren aussieht.“ „Alles, was sich in New York auf Straßenebene befindet, ist heute so anders, dass es so gut wie unmöglich ist, das New York der 40er-Jahre nachzubauen“, meint Production Designer Alan Macdonald. „Interessanterweise haben sich die beiden Städte architektonisch beeinflusst, was darauf zurückzuführen ist, dass die Überseedampfer von Liverpool aus nach New York fuhren.“ Für Macdonald war es ein kreativer Genuss: „Das New York der 40er-Jahre ist für einen Designer wie Weihnachten und Geburtstag zusammen!“

Hugh Grant und Meryl Streep in "Florence Foster Jenkins" © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Hugh Grant und Meryl Streep in „Florence Foster Jenkins” © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Macdonald ließ sich von der exzentrischen Innenausstattung der New Yorker Wohnung von Florence Foster Jenkins inspirieren. „Ihr Geschmack war absolut vielseitig, von unbezahlbaren Antiquitäten bis hin zu wertlosem Zeug“, erklärt er. „Sie war notorisch zwanghaft, was die Anschaffung von Möbeln und Gemälden angeht, deshalb mussten die Zimmer mit Information überladen sein. Wir wählten die Requisiten absolut willkürlich aus, um ihre Exzentrizität und Absurdität widerzuspiegeln und um einen amüsanten und fesselnden Gesamteindruck zu schaffen. Meryl Streep kam vor Drehbeginn ans Set und machte einige Anmerkungen, die absolut Sinn ergaben. Ich trieb es sogar noch ein bisschen weiter und fügte dem Ganzen noch einige exzentrische Stücke und Fotos von Komponisten und Opernsängern hinzu.“

Meryl Streep und Simon Helberg in "Florence Foster Jenkins" © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Meryl Streep und Simon Helberg in „Florence Foster Jenkins” © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Für die beiden Hauptkonzerte fand man in London die passenden Drehorte. Macdonald baute die berühmte Inneneinrichtung der New Yorker Carnegie Hall im Londoner Hammersmith Apollo nach. „Alles, was wir dort vorfanden, musste verdeckt werden, da wir eine exakte Abbildung der Carnegie Hall schaffen mussten.“ Macdonald musste außerdem das Commodore Hotel nachbauen, wo die tableaux vivants von Florence aufgeführt wurden. „Das erste dieser tableaux vivants, das wir im Film sehen, spielte im tiefen Süden der USA, mit einer Flügel tragenden Florence Foster Jenkins, die als Engel der Inspiration mithilfe von Seilen von der Decke hinabgelassen wurde. Das war eine Mischung aus gewisser Finesse und Laientheater – ziemlich absurd”, meint Macdonald.

Meryl Streep als Florence Foster Jenkins in der Carnegie Hall © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Meryl Streep als Florence Foster Jenkins in der Carnegie Hall © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Für die öffentlichen Auftritte von Florence im Ritz Carlton wählte Macdonald den beeindruckenden Art Deco-Ballsaal des Londoner Park Lane Hotels. „Dem Moment, in dem
sich der Vorhang öffnet, fügten wir noch einen kitschigen Schmuckkästchen-Effekt hinzu, der im Kontrast zu diesem wunderschönen Saal steht“, meint Macdonald. „Wir drehten bevor dort Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden, deswegen konnten wir so ziemlich alles machen, was wir wollten.“

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