„Mein Name ist Forrest, Forrest Gump!” ist wohl eines der berühmtesten Filmzitate aus dem Mund von Tom Hanks, der als Protagonist des Filmklassikers seinen zweiten Oscar erhielt. Er spielt den Einfaltspinsel Forrest Gump, der trotz seines geringen IQs ein bedeutendes Leben führt und auf viele Berühmtheiten wie Elvis, John F. Kennedy oder John Lennon trifft. Seine Geschichte führt außerdem durch etwa 30 Jahre US-Historie, die er hin und wieder auch unwissend beeinflusst. Einzige Konstante in seinem Leben ist seine beste Freundin Jenny, die von Robin Wright - aktuell als Claire Underwood in „House of Cards” zu sehen - gespielt wird.

Auch wenn im Film von Alabama die Rede ist, findet man die meisten Drehorte rund um Beaufort in South Carolina. Die Gump-Pension und Jennys Haus wurden als Kulissenbauten auf der Bluff Plantation in Yemassee errichtet und nach dem Dreh leider wieder abgebaut. Die Bushaltestelle, an der der kleine Forrest Gump auf den Schulbus wartet, befand sich direkt am hinteren Tor der Plantage, deren genaue Adresse 3547 Combahee Road lautet. Bitte beachten: Die Bluff Plantation wird privat betrieben und ist nicht für Besucher geöffnet.

„Forrest Gump” Drehort an der Bluff Plantation, Yemassee, South Carolina © Andrea David / Paramount Pictures

Tor zur Bluff Plantation, Yemassee, South Carolina © Andrea David

Die Vietnam-Szenen entstanden auf Fripp Island, einer nicht zugänglichen Gated Community, und im Hunting Island State Park vor der Küste von Beaufort, der mit seinen Palmen und Treibholz am Strand einen Besuch lohnt. Ab und zu tummeln sich im State Park auch Alligatoren. Auf dem Rückweg nach Beaufort lohnt ein Stopp in Johnson Creek Tavern auf Harbor Island, wo einen gutes Essen sowie eine komplett mit 1-Dollar-Scheinen verkleidete Wand erwarten. Dort hat auch die Filmcrew eingekehrt und man kann noch einige Szenenfotos und Erinnerungen vom Dreh entdecken.

Hunting Island State Park, South Carolina © Andrea David

Erinnerungen an den Dreh in der Johnson Creek Tavern, Harbor Island, South Carolina © Andrea David

Die Straßenszenen der fiktiven Stadt Greenbow, Alabama, in der Gump aufwächst, entstanden in Varnvill an der Route 68 rund 50 km nordwestlich von Beaufort. Und die Kulisse für Bubbas Zuhause in Bayou La Batre, das sich eigentlich im Südwesten Alabamas befindet, fand man in der Alston Road auf Lady’s Island am Sams Point, ebenfalls in South Carolina. Im Hintergrund ist die L. G. Barnwell Bridge über den Lucy Creek nach Coosaw Island zu sehen. In der Gegend sind auch die Szenen mit dem Shrimpkutter entstanden.

Lucy Creek zwischen Lady’s Island und Coosaw Island, South Carolina © Andrea David

Bayou La Batre, Alabama

Bayou La Batre, Alabama

Direkt in Beaufort befindet sich die University of South Carolina, die im Film als „Gump Medical Center” erscheint.

University of South Carolina, Beaufort, South Carolina © Andrea David

Die Bank, auf der Forrest Gump mit einer Schachtel Pralinen sitzt und jedem der dort wartenden Personen aus seinem ereignisreichen Leben erzählt, wurde am Chippewa Square, Savannah in Georgia aufgebaut. Mittlerweile steht diese nicht mehr dort, eine Filmbank findet man jedoch im Savannah History Museum, das sich direkt neben dem Visitor Center befindet. Das Restaurant, in dem Jenny als Kellnerin arbeitet und Forrest im Fernsehen sieht, ist das Debi’s Restaurant, 10 West State Street, ebenfalls in Savannah. Durch die aufgeklebten „Forrest Gump”-Zitate ist es kaum zu verfehlen.

„Forrest Gump” Drehort Chippewa Square, Savannah, Georgia © Andrea David / Paramount Pictures

Filmbank aus „Forrest Gump”, Savannah History Museum, Savannah, Georgia © Andrea David

Debi’s Restaurant, Savannah, Georgia © Andrea David

Jenny und Forrest treffen sich unerwartet in Washington D.C. wieder und fallen sich nach Forrests leider nicht hörbaren Rede über den Vietnam-Krieg im Lincoln Memorial Reflecting Pool in die Arme. Später sieht man sie am Weißen Haus und am Jefferson Memorial gemeinsam entlang spazieren. Forrest kehrt noch einmal zurück nach Washington D.C. und nächtigt im geschichtsträchtigen Watergate Hotel.

„Forrest Gump”-Szene am Lincoln Memorial Reflecting Pool, Washington D.C. © Andrea David / Paramount Pictures

Der dreijährige Dauerlauf Forrest Gumps führt zunächst zum Santa Monica Yacht Hafen in Los Angeles an der Westküste, dann zum Marshall Point Leuchtturm bei Point Clyde, Maine, an der Ostküste. Eine kurze Szene spielt außerdem im Biosphärenreservat „Grandfather Mountain“, in den Bergen von North Carolina, am Blue Ridge Parkway. Die Stelle ist durch ein Schild mit der Aufschrift „Forrest Gump Curve“ gekennzeichnet. Auf der Woods Memorial Bridge in Beaufort wird Forrest Gump von Reportern interviewt, warum und für wen er denn so lange läuft. Im Film sieht man dort ein Schild mit der Aufschrift „Mississippi River”, welcher in Realität natürlich nicht durch South Carolina fließt.

Santa Monica Pier, Los Angeles © Andrea David

Santa Monica Pier, Los Angeles © Andrea David

Grandfather Mountain, North Carolina © Andrea David

Grandfather Mountain, North Carolina © Andrea David

Woods Memorial Bridge, Beaufort, South Carolina © Andrea David / Paramount Pictures

Im Film ist auch das Monument Valley, in dem sich bereits eine ordentliche Gruppe an Leuten seinem Lauf angeschlossen hat, zu sehen. In vielen Navigationssystemen kann man übrigens direkt den „Forrest Gump Point” eingeben. Das ist exakt die Stelle, an der der mittlerweile vollbärtige Forrest Gump plötzlich beschließt, dass nun Schluss ist mit dem Laufen.

Forrest Gump Point, Monument Valley, Utah © Mandy Decker / Travelroads

Monument Valley, Utah/Arizona © Andrea David

Eine der Filmbänke aus „Forrest Gump” wurde übrigens in den Paramount Pictures Studios in Los Angeles aufgebaut. In der dortigen Requisitenausstellung sind auch Gumps Laufschuhe zu sehen.

Bank aus "Forrest Gump", Paramount Pictures Studios, Los Angeles © Andrea David

Bank aus „Forrest Gump”, Paramount Pictures Studios, Los Angeles © Andrea David

Bank aus "Forrest Gump", Paramount Pictures Studios, Los Angeles © Andrea David

Bank aus „Forrest Gump”, Paramount Pictures Studios, Los Angeles © Andrea David

Laufschuhe aus "Forrest Gump", Paramount Pictures Studios, Los Angeles © Andrea David

Laufschuhe aus „Forrest Gump”, Paramount Pictures Studios, Los Angeles © Andrea David

Die „echte“ Bubba Gump Shrimp Company entstand 1996 und ist wohl die erste durch einen Film inspirierte Restaurantkette. Sie verfügt bereits über 40 Filialen, darunter auch in Tokio, Kuala Lumpur und auf Bali. Wer möchte, kann sich in den anhängenden Shops mit zahlreichen „Forrest Gump”-Souvenirs eindecken.

Restaurant Bubba Gump, New York City © Andrea David

Restaurant Bubba Gump, New York City © Andrea David

 

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2 Responses

  1. Andrea

    Danke für die Infos. Wir waren im Juli in Alabama und ich möchte nur kurz anmerken, dass erstens Bubbas Heimatstadt Bayou la Batre nicht in Lousiana sondern in Alabama liegt und sie zweitens tatsächlich existiert. Greenbow hingegen ist tatsächlich fiktiv, wobei Forrests Heimatstadt in der literarischen Vorlage auch nicht Greenbow sondern das real existierende Mobile ist, das rund 20 Kilometer nord-westlich von Bayou la Batre liegt.

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    • Andrea David

      Vielen Dank für die Infos und die Ergänzung! Ich hoffe, ich schaffe es auch mal nach Alabama. :-)

      LG, Andrea

      Antworten

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