Filmstart: 15. Dezember 2016

Das „Star Wars” Spin-Off „Rogue One: A Star Wars Story” von Regisseur Gareth Edwards verbindet gekonnt neue Schauplätze und Charaktere mit dem bekanntesten Epos aller Zeiten. Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe ungleicher Rebellen rund um die junge Jyn Erso (Felicity Jones, „Die Entdeckung der Unendlichkeit”) und den angesehenen Nachrichtenoffizier Cassian Andor (Diego Luna, „Milk”). Sie schließen sich zusammen, um die geheimen Pläne des gefürchteten Todessterns zu stehlen, der gefährlichsten Waffe des Imperiums.

Gedreht wurde „Rogue One: A Star Wars Story” hauptsächlich in den britischen Pinewood Studios, aber wann immer möglich ließ Edwards Sets in natürlicher Umgebung bauen, in England, aber auch an so entfernten Drehorten wie Island, Jordanien und den Malediven. Island ist gleich in den ersten Szenen des Filmes zu sehen, in der die kleine Jyn von ihrem Vater, dem brillanten Wissenschaftler Galen Erso (Mads Mikkelsen, „Casino Royale”) getrennt und von Saw Gerrera (Forest Whitaker, „8 Blickwinkel”) gerettet wird. Gedreht wurde dafür in der Gegend rund um Vík í Mýrdal im Süden Islands. Die Landschaft bekam auch schon eine Rolle in „Noah” sowie „Game of Thrones”.

Rogue One: A Star Wars Story, Drehort: Island © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Rogue One: A Star Wars Story, Drehort: Island © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Island

Vík í Mýrdal, Island

Auch für das Set von Jedha achtete Gareth Edwards auf einen möglichst realistischen Look durch physische Schauplätze. Selbst für Szenen, in denen man nicht auf Blue Screens verzichten konnte, wurden so viele Versatzstücke der Kulisse wie möglich gebaut, damit man für die Visual Effects echte Referenzpunkte hatte. Beim Aussehen der heiligen Stadt Jedha orientierten sich die Produktionsdesigner am alten Jerusalem und der Wüstenfestung Masada in Israel. Eine weitere wichtige Inspirationsquelle für Jedha war außerdem das Paris während des Zweiten Weltkriegs. Die Felsenlandschaft um die Stadt herum zeigt die Wüste Wadi Rum in Jordanien, die auch schon als Marsoberfläche im Film „Der Marsianer” diente.

Rogue One: A Star Wars Story, Schauplatz: Jedha © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Rogue One: A Star Wars Story, Schauplatz: Jedha © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Rogue One: A Star Wars Story, Drehort: Jordanien © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Rogue One: A Star Wars Story, Drehort: Jordanien © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Wadi Rum, Jordanien © Andrea David

Wadi Rum, Jordanien © Andrea David

Ein Schauplatz, der den Fans bekannt vorkommen wird, ist der Rebellenstützpunkt auf dem Mond Yavin IV aus „Star Wars: Eine neue Hoffnung”. Vorlage für die Ruinen antiker Tempel des alten Sith-Imperiums war auch diesmal der Maya-Tempelkomplex von Tikal im Norden von Guatemala. In einem riesigen Hangar auf dem Militärflugplatz Cardington Airfield in Großbritannien entstand ein über 100m langes und 60m breites, maßstabsgetreues Set des Rebellenstützpunktes. Denn während George Lucas damals aus Kostengründen nur einen Teil des Sets bauen konnte und den Rest mit Matte Paintings (auf Glas gemalte Kulissenteile) ergänzen musste, ließ man für „Rogue One: A Star Wars Story” die ganze Rebellenbasis nachbauen, und zwar am Originalstandort des damaligen Sets von Yavin IV.

Rogue One: A Star Wars Story, Schauplatz: Yavin IV © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Rogue One: A Star Wars Story, Schauplatz: Yavin IV © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

„Mond Yavin IV”, Tikal, Guatemala © Valerie Nock

„Mond Yavin IV”, Tikal, Guatemala © Valerie Nock

Der Planet Scarif, in dessen Rolle die Malediven in „Rogue One: A Star Wars Story” schlüpfen, könnte ein wunderschönes, tropisches Paradies sein, wenn das Imperium den Planeten nicht zu seiner wichtigsten Militäranlage umfunktioniert hätte. Dort werden die Waffen der riesigen imperialen Kriegsmaschine gebaut. Deshalb ist der Planet auch undurchdringlich abgeschirmt und schwer gesichert. Da dort ein Großteil der Kampfszenen des Filmes stattfinden, baute man die Malediven auf dem Bovingdon Airfield, einer seit fast fünfzig Jahren ungenutzten Militärbasis der Royal Air Force, als Motiv nach.

Rogue One: A Star Wars Story, Schauplatz: Scarif © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Rogue One: A Star Wars Story, Schauplatz: Scarif © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Dafür ließen die Filmemacher 2000 Tonnen Sand anliefern und importierten über 60 Palmen aus Spanien sowie weitere Pflanzen aus Großbritannien. Sie gestalteten ein Strandareal und verwendeten aus Nachhaltigkeitsgründen recyceltes Wasser aus den Pinewood Studios. Das Art Department recycelte fast 800 000 Liter Wasser in einem gigantischen Tank, der 30 x 60 Meter maß. Die fertige Malediven-Kulisse auf dem Militärflugplatz bedeckte eine riesige Fläche von etwa 150 x 210 Metern, also über 3,2 Hektar bzw. 32 000 Quadratmeter. Das dort gedrehte Material wurde mit den Aufnahmen, die direkt auf den Malediven entstanden, kombiniert.

Rogue One: A Star Wars Story, Drehort: Malediven © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Rogue One: A Star Wars Story, Drehort: Malediven © 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved

Malediven

Malediven

Drehort auf den Malediven war Baresdhu Island, eine unbewohnte Insel im Laamu Atoll. Cast & Crew übernachteten während der Dreharbeiten im Reveries Diving Village, Surf & Spa Maldives, Laamu Gan. Die U-Bahn-Sation Canary Wharf im Osten Londons diente übrigens für einige Innenaufnahmen der geheimen Militärbasis des Imperiums auf Scarif.

U-Bahn-Station Canary Wharf, London © Andrea David

U-Bahn-Station Canary Wharf, London © Andrea David

Der Todesstern, um den es im Film hauptsächlich geht, ist ein weiterer aufwändige Kulisse mit einem Umfang von 18m und über 6m Durchmesser und wurde auf Basis umfangreicher Recherchen und nach Fotos penibel nachgebaut.

 

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2 Responses

  1. Marion

    ganz prima, und vielen Dank für die viele Arbeit und Fan -Begeisterung, die da drin steckt. Ich hoffe, es kommt noch ganz viel von dir.
    liebe Grüße

    Antworten
    • Andrea David

      Vielen Dank, Marion! Ich freue mich über jeden, der diese Begeisterung teilt. :-)

      Liebe Grüße, Andrea

      Antworten

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