Filmstart: 15. September 2016

Das Roadmovie „Tschick” entstand unter der Regie von Fatih Akin („Soul Kitchen”) und basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Wolfgang Herrndorf. Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise” ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg (Tristan Göbel) die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick (Anand Batbileg) auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn und hat einen geklauten Lada dabei. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende ostdeutsche Provinz. Entstanden ist „Tschick” an Motiven in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Einige Drehorte standen für die Produktion bereits fest, doch für den Rest machte sich Fatih Akin selbst mit auf Locationsuche: „Es waren wohl knapp 20.000 Kilometer nur im Osten Deutschlands. Tankstellen, Autobahnabschnitte, Waldstücke, Feldwege, der Stausee. Es ist auch nicht der klassische Berlin-Film geworden. Wenn man in Marzahn dreht, sieht man den Fernsehturm am Alexanderplatz nicht. Es ist ein Eastern, ein klassisches Roadmovie. Ich war nur im Auto. Vieles, was die Helden durchmachen, habe ich dort privat selbst erlebt, um dem nachzukommen. Es waren vielleicht die anstrengendsten Dreharbeiten, die ich jemals hatte.”

Die Scheiben-Hochhäuser in Halle-Neustadt, Sachsen-Anhalt © Andrea David

Die Scheiben-Hochhäuser in Halle-Neustadt, Sachsen-Anhalt © Andrea David

Die Geschichte startet im Osten Berlins, genauer in Hellersdorf. Als Drehort für Maiks nobles Zuhause nutzte man jedoch eine private Villa mit Pool, das Haus Klingenberg Nähe Scharnhorststraße, in Halle (Saale). Als Kulisse für Marzahn dienten die Scheiben-Hochhäuser in Halle-Neustadt, die beispielsweise auch schon im Film „Stereo” mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu zu sehen waren. Es lohnt sich dort das Dachcafé Hochgenuss im 18. Stock zu besuchen. Das Eiscafé, vor dem Maik seine Mutter mit einer leeren Flasche Amaretto entdeckt, befindet sich hingegen tatsächlich in Berlin. Es ist die Konditorei Engel in der Marzahner Promenade 55. Schauplatz für Tatjanas Geburtstagsparty war der Bootslanleger im Treptower Park in Berlin.

© Studiocanal

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Die Schule von Tschick und Maik ist in Wahrheit das Ernst-Haeckel-Gymnasiums in Werder (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Das erste Open-Air-Schlaflager schlagen die Jungs unter den Winderädern des Windparks Werneuchen, östlich von Berlin, auf. Die morsche Brücke findet man im Bruchwald bei Friedrichshain in Felixsee. Weitere Drehorte in Brandenburg waren Rüdnitz im Landkreis Barnim, Schorfheide im Landkreis Barnim und Buckowsee West im Landkreis Märkisch Oderland.

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Das Maisfeld, durch das Tschick und Maik mit dem Landa donnern, befindet sich im sächsischen Zwenkau, Ortsteil Löbschütz. Weitere Motive in Sachsen fand man in Groitzsch und Pegau.

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Am Stausee in Thale, Sachsen-Anhalt, treffen die Jungs auf Isa (Mercedes Müller). Der genaue Drehort der Szene befindet sich an der Talsperre Wendefurth. Die drei steigen gemeinsam auf den Berg der Festung Regenstein bei Blankenburg. In Sachsen-Anhalt wurde außerdem auf der A 14 nahe Colbitz (Unfallszene), in Könnern, Petersberg-Kütten (als Risi Pisi Dorf) und Stapelburg für „Tschick” gefilmt.

© Studiocanal

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Ob die Jungs es wirklich an ihr ursprünglich geplantes Ziel in der Walachei, die im Süden von Rumänien liegt, schaffen, wird hier jedoch noch nicht verraten…

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Über den Autor

Ich liebe Filme und Reisen und leidenschaftlich gerne verbinde ich das eine mit dem anderen. Seit über 10 Jahren reise ich auf den Spuren sehenswerter Filmschauplätze auf der ganzen Welt und teile hier Infos über die Drehorte alter und neuer Streifen. Mehr

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