Filmstart: 5. November 2026
In seinem poetischen Drama „Geister“ erzählt Regisseur Fatih Akin („Tschick“, „Amrum“) von einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die sogar noch über den Tod hinaus geht:
Farasha (Mariam Dawoud) und Faris (Eren M. Güvercin) begegnen sich zum ersten Mal auf einer Abiparty und sind sofort voneinander angetan. Doch noch in derselben Nacht stirbt Farasha bei einem Unfall. Daraufhin versucht sie in seinen Träumen Kontakt zu Faris aufzunehmen. Diesem fällt es folglich immer schwerer, seine Träume von der Realität zu trennen.

Als Schauplatz der Geschichte von „Geister“ nimmt die Stadt Hamburg, wie bereits in vielen von Fatih Akins Filmen, eine zentrale Rolle ein – von „Kurz und schmerzlos“ über „Gegen die Wand“, „Soul Kitchen“ und „Aus dem Nichts“ bis hin zum neuesten Film des Regisseurs.
„Zuerst habe ich mir gedacht, dass die Geschichte überall spielen könnte, dass es egal ist, wo sie angesiedelt ist – so eine universelle Geschichte kann man überall anlegen, das kann auch in Karlsruhe oder Mannheim spielen“, meint der Regisseur.
Doch dann war es der Hitchcock-Klassiker „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ von Hitchcock, der ihm die Augen öffnete: „Ich hatte den Film schon oft gesehen, aber das war das erste Mal auf der großen Leinwand. Da fiel mir auf, dass da eine ganz ähnliche Geschichte erzählt wird wie in „Geister“ – ein Mann wird von einer Frau aus dem Jenseits nicht losgelassen.“
Dabei stellte Akin fest, wie eng Hitchcock den Thriller mit der Stadt San Francisco verwob: „Kann man die Szene jemals vergessen, in der Kim Novak unter der Golden Gate Bridge ins Meer springt und von James Stewart gerettet wird? Ich musste gleich an die Köhlbrandbrücke in Hamburg denken und an den Fernsehturm, der nun tatsächlich die zentrale Location des Filmes ist.“

Zu den aufwendigsten Sequenzen des Films gehörten schließlich die Szenen auf und im Fernsehturm, dem 1968 eröffneten und 276 Meter hohen Wahrzeichen der Stadt, das den offiziellen Namen Heinrich-Hertz-Turm trägt, in Hamburg aber auch liebevoll „Telemichel“ genannt wird. Dieser ist bereits seit 2001 geschlossen und nach den notwendigen Sanierungs- und Bauarbeiten voraussichtlich erst im Jahr 2031 wieder für Besucher zugänglich.
Für den Film „Geister“ wurde der denkmalgeschützte Fernsehturm zu einer Art Symbol, einem besonderen visuellen Treffpunkt ist. Akin fand ihn sehr passend, da man dieses Stadtwahrzeichen im Grunde von überall aus in der Stadt sehen kann: „Wenn Faris den Turm mit Farasha verbindet, weil er sie dort kennengelernt hat, ist sie in seinem Leben immer präsent, auch wenn sie schon tot ist.“

Aus sicherheitstechnischen Gründen konnte die Party mit den vielen Komparsen nicht auf dem echten Turm gedreht werden. „Weil es unmöglich war, vollumfänglich dort zu drehen, habe ich kurzentschlossen gesagt: Egal, dann bauen wir das nach“, sagt Fatih Akin.
So wurde das Innere des Drehrestaurants, in dem die Abiparty zu Beginn des Filmes steigt, und ein Ausschnitt des Turmkorbes im Studio nachgebaut. Hinter die maßstabsgetreu angelegten Fenster wurde ein Foto mit einer Ansicht der Stadt gestellt, das drei Meter hoch und etwa 25 Meter breit war.
Um die Illusion perfekt zu machen, wurden kleine Lämpchen angebracht und der Hamburger Dom auf das Foto projiziert. Akin sagt dazu: „Wir haben zwar im Studio gedreht, aber die Aufnahmen waren so überzeugend, dass ich im Schneideraum richtiggehend Höhenangst bekommen habe.“

Zu den weiteren unverwechselbaren Drehorten von „Geister“ in Hamburg gehört der Platz mit dem Hygieia-Brunnen hinter dem Rathaus, der Elbberg mit dem markanten Dockland im Hintergrund sowie die gläserne Röhre der U-Bahn-Station Elbbrücken.



Der Anleger Alte Rabenstraße an der Alster, der als Halt für die Alsterrundfahrten dient, wurde für eine emotionale Szene gegen Ende des Filmes zum bedeutenden Schauplatz.



Und damit ist die Geschichte von „Geister“ einmal mehr unzertrennlich mit der Stadt Hamburg verbunden.
Kinostart „Geister“: 5. November 2026 (Filmtrailer ansehen)
Weitere Filme von Fatih Akin:
Kurz und schmerzlos
Soul Kitchen
Tschick
Aus dem Nichts
Amrum
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Offenlegung: Dieser Beitrag wurde von Warner Bros. Pictures unterstützt.

