„Octopussy” kam 1983 unter der Regie von John Glen in die Kinos. James Bond (Roger Moore) darf sich zunächst um ein wertvolles Faberge-Ei, später einen atomaren Sprengkörper kümmern. Der Auftrag führt ihn von London nach Indien und über Berlin in die DDR. „Zirkuschefin” Octopussy wurde von Maud Adams verkörpert.

Gedreht wurde in Udaipur, auch „die weiße Stadt” genannt, in Rajasthan, im Nordwesten Indiens. Zu den imposanten Kulissen zählt der Shiv Niwas Palace, in dem Bond absteigt und eine Nacht mit Bondgirl Magda (Kristina Wayborn) verbringt. Er ist Teil des riesigen City Palace, am Ostufer des Pichola-Sees gelegen.

Shiv Niwas Palace, Udaipur, Indien © Jörg Döring

Octopussys Wasserpalast ist der Taj Lake Palace auf der Insel Jag Mandir, ebenfalls im Pichola-See. Der auf dem Berg thronende Palast, in dem Bond von Kamal Khan (Louis Jourdan) gefangen gehalten wird, ist in der Monsoon Palace. Man kann die Paläste auch heute noch besuchen oder gleich darin - umgeben von indischem Prunk - logieren. Im Film ist auch kurz das berühmte Taj Mahal zu sehen, das sich jedoch im Hunderte Kilometer entfernten Agra befindet.

Taj Lake Palace, Udaipur, Indien © Jörg Döring
Taj Mahal, Agra, Indien

Drehort in Berlin war der damalige Grenzübergang Checkpoint Charlie, an dem Bond als Charles Morton mit dem Wagen vorgefahren wird und mit den Worten „Vergessen Sie nicht 007, Sie sind jetzt ganz auf sich gestellt.” verabschiedet wird. Auch heute noch erinnert ein Nachbau des US-Kontrollhäuschens an den früheren Grenzpunkt in der Friedrichstraße, Ecke Kochstraße. Hier drängen sich tagtäglich Touristen aus aller Welt. Die Verfolgungsjagd mit dem Alfa Romeo entstand auf der AVUS, im Südwesten Berlins.

Checkpoint Charlie, Berlin © Andrea David

Die nostalgische Nene-Valley-Eisenbahn in Peterborough in England diente für einige Szenen, die in Ostdeutschland spielen. Sitz des MI6 war, wie später auch in „Im Angesicht des Todes” und „Lizenz zum Töten”, das Old War Office Building in London, dem heutigen Sitz des Verteidigungsministeriums des Vereinigten Königreichs. Außendrehort für die Auktion des Faberge-Eis ist „Sotheby’s”. Die Innenaufnahmen des Films entstanden in den Pinewood Studios, London. Hier wurde auch das fiktive Feldstadt in Bayern, in dem sich eine US Airbase befinden soll, aufgebaut.

 

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