Filmstart: 10. Dezember 2015

Basierend auf der weltbekannten Romanvorlage von Johanna Spyri, dem erfolgreichsten Kinderbuch der Welt, hat Regisseur Alain Gsponer („Das kleine Gespenst“) eine berührende Neuverfilmung von „Heidi” geschaffen. Die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbringt das Waisenmädchen Heidi (Anuk Steffen) zusammen mit ihrem eigenbrötlerischen Großvater, dem Almöhi (Bruno Ganz), abgeschieden in einer einfachen Hütte in den Schweizer Bergen. Zusammen mit ihrem Freund, dem Geißenpeter (Quirin Agrippi), hütet sie die Ziegen des Almöhi und genießt die Freiheit in den Bergen in vollen Zügen. Doch die unbeschwerte Zeit endet jäh, als Heidi von ihrer Tante Dete (Anna Schinz) nach Frankfurt gebracht wird.

„Das Leben in diesen Gegenden war Ende des 19. Jahrhunderts, als Spyri die Romane geschrieben hat, äußerst brutal“, so Schauspieler Bruno Ganz. „Aber in diesem Film wird man davon ein bisschen mehr verstehen lernen als in dem Schwarzweißfilm aus den 1950er Jahren, der wohlgemerkt sehr schön war.“ Weil die Produktion so betont viel Wert auf Detailgenauigkeit und Authentizität legte, erwies sich auch die Suche nach den geeigneten Drehorten als aufwändige Angelegenheit.

© Studiocanal

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Lukas Hobi berichtet: „Knackpunkt der Drehortsuche in der Schweiz war es, die Almhütte zu finden. Wir wollten, dass sie in der Gegend steht, aus der Heidi kommt, ob das jetzt in den Bündner Bergen ist oder in der Nähe von Bad Ragaz im Sarganserland. Wir haben uns wirklich sehr viel angeschaut. Unser Locationscout kennt nun wirklich jede Hütte im Bündnerland.“ Gleichzeitig orientierte man sich aber auch an den frühen Verfilmungen, wählte zum Beispiel das gleiche Dörfli wie in der Verfilmung von 1952 – weil man sich einerseits daran erinnert, andererseits weil das Dorf mit Namen Latsch in voller Substanz erhalten ist“, wie Hobi erzählt.

© Studiocanal

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Ähnlich akribisch ging man bei der Suche nach Drehorten in Deutschland vor. „In Johanna Spyris Romanen steht Sesemanns Villa in Frankfurt“, erzählt Jakob Claussen. „Die heutige Stadt Frankfurt gibt allerdings ein entsprechendes historisches Bild nicht mehr her. Dadurch, dass wir für „Das kleine Gespenst” schon in Quedlinburg und Wernigerode gedreht hatten und wussten, dass es in Sachsen-Anhalt und Thüringen viel restaurierte historische Bausubstanz gibt, konnten wir unsere Suche nach dem historischen Frankfurt fokussiert und konzentriert angehen. Das hat dann auch gut geklappt.“ Fündig wurde das Filmteam schließlich in Quedlinburg, Halberstadt und Altenburg.

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„Heidi” Drehort an der Marktkirche, Quedlinburg © Studiocanal

„Heidi” Drehort an der Marktkirche, Quedlinburg, Harz © Andrea David / Studiocanal

„Heidi” Drehort für den Frankfurter Bahnhof am Domplatz, Halberstadt, Harz © Andrea David

Ebenso viel Energie und Leidenschaft wurde in die Ausstattung vor Ort an den Locations gesteckt. „Authentizität stand für uns nicht nur bei der Adaption an oberster Stelle, sondern logischerweise auch bei Ausstattung, Kostüm und Maske“, betont Lukas Hobi. „Johanna Spyri schildet zwar kein konkretes Jahr, man weiß aber, dass sie um 1850/1860 herum in Bad Ragaz Ferien gemacht und dort Eindrücke gesammelt hat. Deshalb haben wir sehr darauf geachtet, dass alles, was im Bild auftaucht, auch aus dem 19. Jahrhundert stammt.“ Dabei blieb kein Detail unbeachtet, wie der Produzent weiß: „In dem Dorf Latsch haben wir etwa alles unternommen, um jegliche modernen Elemente, die zum Teil schon im frühen 20. Jahrhundert entstanden sind, zu eliminieren. Der Zuschauer soll das Gefühl haben, eine Zeitreise in die Schweizer Berge, aber auch nach Frankfurt machen zu dürfen.“

 

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