Filmstart „Blade Runner 2049”: 5. Oktober 2017

30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, welches das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard (Harrison Ford), einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.

Die Kulissen für Los Angeles und Las Vegas in einer dystopischen Zukunft bot für „Blade Runner 2049“ hauptsächlich die Stadt Budapest bzw. die dortigen Origo Filmstudios sowie die Korda Studios in Etyek, wo auch schon „Der Marsianer“ entstand. Die Innenaufnahmen für ein verlassenes Casino in Las Vegas entstanden im alten Börsenpalast am Freiheitsplatz in Budapest. Einige Luftaufnahmen entstanden zudem in Island und Spanien.

© 2017 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

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Im Vergleich zum neuen Film gab es im originalen “Blade Runner”-Film (1982) weitaus mehr Drehorte außerhalb der Studios. Zu den markantesten Schauplätzen zählen wohl das Bradbury Building, am 304 South Broadway, Los Angeles, und das von Frank Lloyd Wright entworfene Ennis-Brown House, unterhalb des Griffin Parks:

Das 1893 erbaute Bradbury Building ist eines der ältesten Bürogebäude von Los Angeles. Im Film befindet sich hier die Wohnung des Genetik-Designers J. F. Sebastian (William Sandersen), der die Replikantin Pris (Daryl Hannah) bei sich aufnimmt und später von Replikant Roy (Rutger Hauer) getötet wird. Gedreht wurde am Eingang, im Innenhof, in den Gängen und auf den Treppen. Touristen dürfen die Eingangshalle und die Treppen im ersten Stock besichtigen, nicht jedoch die Obergeschosse und die beiden offenen, schmiedeeisernen Aufzüge. Ein Wachmann in der Lobby achtet auf die Einhaltung dieser Verhaltensregeln.

Bradbury Building, Los Angeles © Herbert Schabel

Ein Hingucker des Bradbury Building ist auch die durchsichtige Decke aus Glas-Block-Paneelen, die sich Ridley Scott in „Blade Runner“ zunutze machte, indem er Scheinwerferstrahlen von außen durch das düstere Atrium und die Treppenaufgänge wandern ließ. Das markante Gebäudeinnere wurde auch als Drehort für zahlreiche weitere Filme verwendet, etwa für Roman Polanskis „Chinatown“ (1974), „Wolf – das Tier im Manne“ (1994, mit Michelle Pfeiffer und Jack Nicholson), „Enthüllung“ (1994, mit Demi Moore und Michael Douglas), „(500) Days of Summer“ (2009, mit Zooey Deschanel) oder zuletzt für „The Artist“, der 2012 den Oscar für den „Besten Film“ gewonnen hat.

Bradbury Building, Los Angeles

Am Ende von „Blade Runner“ liefern sich Blade Runner Rick Deckard und Replikant Roy einen dramatischen Zweikampf auf dem Dach des Bradbury Buildings, der allerdings wiederum in den Filmstudios in Burbank gedreht wurde.

Das Ennis-Brown House in der 2607 Glendower Avenue, im Film als futuristisches Zuhause von Deckard zu sehen, wurde 1924 nach Vorbild eines Maya-Tempels erbaut und kann ebenfalls auf weitere Rollen zurückblicken: beispielsweise in „Das Haus auf dem Geisterhügel“ (1958) oder „Black Rain“ und „Karate Kid 3“ (beide 1989).

 

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