Im Film „Lola rennt” von Tom Tykwer bleiben Lola (Franka Potente) nur 20 Minuten, um 100.000 Mark für ihren Freund Manni (Moritz Bleibtreu) zu besorgen. Die Geschichte spielt insgesamt drei Mal und findet aufgrund kleiner Zufälle jedes Mal ein anderes Ende. Drei Mal hetzt Lola mit ihrer feuerroten Mähne durch ganz Berlin. Die dabei gezeigte Reihenfolge der Stadtteile entbehrt jeder geografischen Logik, doch gedreht wurden die Szenen tatsächlich alle in Berlin.

Häufigstes Filmmotiv ist die Oberbaumbrücke, die die Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain verbindet. Mit ihren zwei Türmchen und dem Viadukt der Hochbahnlinie ist sie unverwechselbar und findet sich sogar im Wappen der Stadt. Die Brücke war auch schon in zahlreichen anderen Produktionen, z.B. „Unknown Identity” mit Liam Neeson, zu sehen. Als Drehort für Mannis und Lolas Überfall diente eine ehemalige Bolle-Filiale in der Tauroggener Straße in Berlin-Charlottenburg.

Auf den Spuren von "Lola rennt" in Berlin © Andrea David

Auf den Spuren von „Lola rennt” in Berlin © Andrea David

Die Deutsche Transfer Bank, in der Lolas Vater (Herbert Knaup) arbeitet, war zur Drehzeit die leerstehende ehemalige Geschäftszentrale der Dresdner Bank am Bebelplatz. Heute befindet sich hier das Hotel de Rome, das ebenfalls schon des Öfteren als Drehort diente. In „Keinohrhasen” krachte Til Schweiger als Klatschreporter Ludo durch das Glasdach des Hotels, um auf der Torte neben Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld zu landen. Der heutige Ballsaal war früher übrigens die Schalterhalle der Bank.

Hotel de Rome, Berlin © Andrea David

Hotel de Rome, Berlin © Andrea David

Die Casinoszene von „Lola rennt” wurde im Foyer des Rathauses Schöneberg gedreht, die Außenansicht entstand hingegen am Kronprinzenpalais. Die Innenaufnahmen der Bankszene im Film entstanden in der Oberfinanzdirektion in der Kurfürstenstraße. Lolas Wohnung befindet sich in der Albrechtstraße. Weitere Drehorte sind der Gendarmenmarkt, die Friedrichstraße und die Monbijoubrücke.

Hoteltipp: Hotel de Rome
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Buchtipp: „Filmlandschaft Berlin - Großstadtfilme und ihre Drehorte”

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