In „Lost in Translation”, dem zweiten Spielfilm von Regisseurin Sofia Coppola, finden im fernen Japan zwei fremde Menschen zueinander:

Der Amerikaner Bob (Bill Murray), ein in die Jahre gekommener Schauspieler, der wegen eines Whiskey-Werbespots nach Tokio fliegt, und die junge Charlotte (Scarlett Johansson), die ihren Ehemann nach Tokio begleitet, jedoch die meiste Zeit alleine im Hotel zurückbleibt.

Beide fühlen sich einsam und leiden an Schlafstörungen. Ihre Wege kreuzen sich schließlich nachts in der New York Bar, im 52. Stock des Park Hyatt Hotels in Tokio.

 

Filmszene aus "Lost in Translation" in der New York Bar, Park Hyatt, Tokio

Filmszene aus „Lost in Translation” in der New York Bar, Park Hyatt, Tokio © Constantin Film

 

Das 5-Sterne-Hotel liegt direkt im Herzen von Shinjuku, Tokios belebtem Geschäfts- und Unterhaltungsviertel, und belegt die obersten 14 Etagen des 52-stöckigen Shinjuku Park Towers, 3-7-1-2 Nishi-Shinjuku.

Übernachten kann man hier ab etwa € 400,- pro Nacht mit einem fantastischen Blick über die Dächer der Stadt.

 

Park Hyatt, Tokio

Park Hyatt, Tokio

 

Neben dem Park Hyatt, das wichtigster Dreh- und Handlungsort des Filmes ist, gibt es auch die meisten anderen Schauplätze in Wirklichkeit genau so, wie sie auch im Film zu sehen sind. Außer dem Jugan-ji Tempel am Nishi-Shinjuku-Bahnhof befinden sich die anderen Drehorte fast alle im Stadtteil Shibuya:

Darunter das Shabu-Shabu Restaurant im Creston Hotel, die Diskothek Air im Hikawa-Gebäude, die jetzt aber Contact heißt, die Sushibar Sushiya no Ichikan, die mittlerweile geschlossen ist, und das Karaoke Kan im K&F Gebäude, Utagawa-cho, in dem Bill Murray „More than this” zum Besten gibt. Wer es ihm gleichtun möchte, bucht am besten die Räume 601 oder 602, wo auch gedreht wurde.

 

Filmszene aus "Lost in Translation" im Shabu Shabu Restaurant, Shibuya, Tokio

Filmszene aus „Lost in Translation” im Shabu Shabu Restaurant, Shibuya, Tokio © Constantin Film

 

Die belebte Straßenkreuzung, über die Charlotte im Regen läuft, befindet sich direkt am Bahnhof von Shibuya, gesäumt von riesigen Gebäuden mit LCD-Bildschirmen.

Der animierte Dinosaurier, der sich hier imposant über den Screen des Q-Front-Gebäudes bewegt, wurde mittlerweile allerdings von einem Schmetterling abgelöst. Die Starbucks-Filiale, in der auch gedreht wurde, gibt es jedoch immer noch.

 

Q-Front-Gebäude an der Straßenkreuzung am Bahnhof Shibuya, Tokio

Q-Front-Gebäude an der Straßenkreuzung am Bahnhof Shibuya, Tokio © Andrea David

 

An der selben Kreuzung entstanden auch Filmszenen für „Babel“ und „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“.

 

Straßenkreuzung am Bahnhof Shibuya, Tokio

Straßenkreuzung am Bahnhof Shibuya, Tokio

 

Das Striplokal ist in Wahrheit der Designermodeladen A.P.C. Underground (4-27-6-B1 Jingumae), der für die Dreharbeiten umgestaltet wurde.

Weitere Drehorte des Filmes befinden sich in Kyoto, wohin Charlotte einen Ausflug mit dem Shinkansen unternimmt. Im Film zu sehen sind der Heian-Schrein und der Nanzenji-Tempel. Derweil spielt Bob am Fuße des Fuji eine Runde Golf.

 

Heian-Schrein, Kyoto

Heian-Schrein, Kyoto

 

Zwar kann man sich im trubeligen Tokio natürlich immer noch „lost“ fühlen, seit dem Film aus dem Jahr 2003 hat sich jedoch vieles stark verändert und man kommt heutzutage in der Stadt auch ganz gut ohne Japanischkenntnisse zurecht.

 

Hotel aus dem Film: Park Hyatt Tokyo

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