Filmstart: 15. Februar 2018

„Alles Geld der Welt“, der neueste Film von Ridley Scott („Blade Runner“), handelt von einem der aufsehenerregendsten Fälle der Kriminalgeschichte: 1973 wurde der 16-jährige Paul (Charlie Plummer), Enkel des milliardenschweren Ölmagnaten J. Paul Getty (Christopher Plummer) in Rom von der Mafia entführt, die 17 Millionen Dollar Lösegeld für den jungen Getty verlangen. Doch während der reichste Mann der Welt sich weigert, die Summe zu bezahlen, bangt seine Mutter Gail (Michelle Williams) um das Leben ihres Sohnes und versucht gemeinsam mit dem Ex-CIA-Mann Fletcher Chase (Mark Wahlberg) den alten Griesgram umzustimmen.

 

Über die Drehorte

Der packende Thriller beruht auf einer wahren Geschichte und rekonstruiert einen der spektakulärsten Entführungsfälle des 20. Jahrhunderts. Gedreht wurde größtenteils an Originalschauplätzen in Rom und London und hierfür wurden mehrere berühmte Sehenswürdigkeiten beider Städte wie beispielsweise das Kolosseum in Rom als Hintergrund für die Handlung ausgewählt. Weitere Szenen entstanden in der Wüste Wadi Rum in Jordanien, in der Ridley Scott auch schon die passende Kulisse für den Film „Der Marsianer” fand.

© TOBIS Film GmbH

 

Rom

Die ewige Stadt ermöglichte es, Gettys Reichtum in Szene zu setzen, ohne die Drehkosten ins Unermessliche zu katapultieren. „Unser Ziel war es, Opulenz möglichst kostengünstig zu visualisieren. Es galt also, die Motive klug auszusuchen und effizient einzusetzen. Der Palazzo Barberini ist ein gutes Beispiel – dieses wunderschöne Museum diente uns als Auktionshaus. Die Residenz des britischen Botschafters in Rom verwandelten wir in John Paul Gettys Hotel, denn sie strahlte eine Atmosphäre aus Luxus und Macht aus.

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Für das Versteck der Entführer hingegen haben wir uns außerhalb Roms in den Bergen um den Braccianosee heruntergekommene Häuser gesucht, die der ärmlichen Herkunft der Terroristen entsprechen“, verrät Arthur Max, der Ausstatter des Films. Zwar sah die Stadt in den 70er Jahren anders aus als heute – in den Straßen lag viel Müll herum und die Wände waren mit zahlreichem Graffiti und politischen Plakaten verziert – doch die Architektur Roms hat sich seitdem kaum verändert, was den Dreh erleichterte.

 

London

Der Palast Hatfield House, der zwischen 1607 und 1611 errichtet wurde, dient im Film als Gettys englisches Domizil im Sutton Place. Die herrschaftliche Anlage liegt nördlich von London und vermittelt einen Eindruck von Gettys unbeschreiblichen Reichtum, gepaart mit fast unvorstellbarem Geiz. So hat der Milliardär beispielsweise eine Telefonzelle in seinem Haus aufstellen lassen, von der aus Gäste Telefonate führen konnten – gegen Gebühr versteht sich.

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Über die Produktion

Auch in der Ausstattung hielten sich die Filmemacher nah am Original. Während John Paul Getty III bis zu seiner Entführung mit einer bunten Mischung aus wilden Klamotten wie ein junger Bohemien auf Dauerurlaub daherkommt, ist von J. Paul Getty bekannt, dass er teilweise jahrzehntelang die gleichen Anzüge, Krawatten und sogar Schuhe trug, um Geld zu sparen.

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Eine besondere Herausforderung bestand bei der Produktion in dem kurzfristigen Nachdreh, durch den „Alles Geld der Welt“ in die Schlagzeilen geraten ist. Ab dem 20. November 2017 wurden alle Szenen, in denen Kevin Spacey („House of Cards“) als J. Paul Getty zu sehen war, mit Christopher Plummer erneut gedreht. Dass dieser Kraftakt in kürzester Zeit gelang und der Film dennoch bereits ab dem 25. Dezember 2017 in den USA startete, ist vor allem Ridley Scott zu verdanken. Christopher Plummer bringt es auf den Punkt: „Ridley ist ein Profi durch und durch. Er weiß bei jeder Einstellung genau, wie er sie im Schnitt bearbeiten wird.“

 

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