Der zweite James-Bond-Film mit Daniel Craig „Ein Quantum Trost“ schließt unmittelbar an die Handlung aus „Casino Royale“ an. Bond quält die Frage, ob Vesper ihn verraten hat oder sich für ihn geopfert hat. Die Spurensuche führt ihn schließlich zusammen mit Camille (Olga Kurylenko) zur noch unbekannten Organisation Quantum sowie dem angeblichen Umweltschützer Greene (Mathieu Amalric) und damit nach Haiti und Bolivien. Der Film wurde in Chile, Panama, England, Italien und Österreich gedreht.

Der Film beginnt mit einer actionreichen Verfolgungsjagd am Westufer des Gardasees. Weiterer Drehort in Italien ist die Altstadt von Siena, wo Bond schließlich M (Judi Dench), die Chefin des MI6, trifft, damit sie Mr. White (Jesper Christensen) verhört.

In Chile und Panama wurden die Szenen gedreht, die eigentlich in Bolivien und Haiti spielen. Drehorte in Chile waren Cobija, das Paranal-Observatorium in der Atacama-Wüste und Antofagasta, wo die ganze Filmcrew ihre Hotelbasis hatte.

Das Paranal-Observatorium der ESO (Europäischen Südsternwarte) diente als Außenkulisse für Perla De Las Dunas in Bolivien. Es befindet sich auf einer Höhe von über 1.800 Meter auf dem Berg Cerro Paranal und war für das Drehteam der perfekte Ort für Dominic Greenes Versteck. Um die wissenschaftlichen Arbeiten im Paranal nicht zu stören, drehte die Filmcrew nur tagsüber und nur in der Nähe der „Residencia“, des Wohnsitzes der Angestellten, vier Kilometer von den Teleskopen entfernt.

Atacama-Wüste, Chile © Andrea David

Die weitläufige Atacama-Wüste im Norden des Landes ist die zweittrockenste Wüste der Welt. Regisseur Marc Foster stellte sie sich als passenden Drehort für das ausgedörrte Bolivien vor: „Die Wüste drückt Bonds Einsamkeit und Isolation aus.“

Die Dreharbeiten in Panama-Stadt fanden vor allem auf der Howard Air Force Base statt. Das Gebiet stellt im Film ebenfalls Bolivien dar, mit dem National Institute of Culture of Panama als Grandhotel. Eine Sequenz mit mehreren hundert Statisten wurde zudem in Colón gedreht.

In Österreich wurde in Bregenz am Bodensee gefilmt. Auf dessen Seebühne und Festspielhaus entstanden die Szenen rund um die Tosca-Aufführung mit ca. 1.500 Statisten. Kurz darauf wurde übrigens die ZDF-Arena für die EM 2008 vor eben dieser Kulisse aufgebaut. Auch in Feldkirch, Österreich, entstand eine kurze Szene des Films.

Seebühne Bregenz © Andrea David

Weitere Aufnahmen für „Ein Quantum Trost“ entstanden in und um Europas größtem Konferenz- und Tagungsort „The Barbican“ in London. Der Abschluss der Dreharbeiten fand schließlich in den Pinewood Studios in England statt.

 

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