Den Mord an einem ehrhaften Hotelbesitzer in Pont-Aven, den Tod dreier Profi-Segler in einer stürmischen Nacht auf dem Atlantik, eine Schießerei in den Salinen von Guérande sowie kriminelle
Machenschaften in Austernparks und auf einsamen Inseln hat Kommissar Dupin in seinen ersten fünf Fällen schon aufgeklärt. Mit viel Liebe zur Bretagne vermittelt der Autor Jean-Luc Bannalec seinen Lesern dabei viel Wissenswertes über die schöne Halbinsel im Westen Frankreichs, über Paul Gauguins Leben an der bretonischen Südküste, die sagenumwobenen Glénan-Inseln, die begehrte „Blume des Salzes“, das Fleur de Sel aus der Guérande, die Austernzucht und den bretonischen Meeres-Naturpark Iroise.

Kommissar Dupin 1-3 (HD Trailer Deutsch)

Die fünf Kriminalromane „Bretonische Verhältnisse“ (2012), „Bretonische Brandung“ (2013), „Bretonisches Gold“ (2014), „Bretonischer Stolz“ (2015) und „Bretonische Flut“ (2016) gehören zu den großen Bucherfolgen der letzten Jahre. Mehr als zwei Millionen Exemplare gingen bereits über den Ladentisch. Jean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym. Der Autor ist ein bekennender Bretagne-Liebhaber und sowohl in Deutschland als auch – wie seine Figuren – im Finistère im bretonischen Südwesten zu Hause. Alle fünf Kriminalromane wurden bereits an den Originalschauplätzen in der Bretagne verfilmt.

 

Kommissar Dupin – 10 Fakten über die Tatorte, Drehorte und seine Lieblingsplätze

 

1. Die Bewohner der Ile de Sein, Hauptschauplatz in „Bretonische Flut“ zahlen keine Grundsteuer.
Jean-Baptiste Colbert befreite sie von dieser Abgabe, denn seiner Meinung nach hatten die Insulaner mit den Naturgewalten des Meeres schon genug zu tun.

Ile de Sein, Bretagne © Nicolas Job

 

2. An der Landspitze „Pointe de Kerpenhir“, wo Lilou Brevals Eltern in „Bretonisches Gold“ leben, kann man die zweitstärksten Meeresströmungen Europas – bis zu 20 km/h schnell – beobachten.
Denn bei Ebbe und Flut müssen sich die Wassermassen, die sich zwischen offenem Atlantik und Golfe du Morbihan bewegen, durch das nur 900 Meter schmale „Nadelöhr“ zwischen der Landspitze im Westen und Port Navalo auf der gegenüberliegenden Halbinsel Rhuys im Osten schieben.

Port Navalo, Bretagne © Yannick Le Gal

 

3. Für Geografen markiert der Aber Ildut im Nordwesten der Bretagne die Grenze zwischen Ärmelkanal und Atlantik.
Dupin entdeckt in „Bretonische Flut“ seine Begeisterung für das wilde und raue „Pays des Abers“.

4. Im „Hôtel Central“ der Familie Pennec in „Bretonische Verhältnisse“ verschmelzen die beiden realen Häuser der Familie Gloanec: die „Pension Gloanec“ und das „Hôtel de Gloanec“.
In beiden Unterkünften übernachtete Paul Gauguin während seiner Aufenthalte in Pont-Aven. Das Zwei-Sterne-Hotel am Rathausplatz heißt heute „Les Ajoncs d’Or“. Auf die Pension weist jedoch nur noch ein Schild hin, denn das Gebäude beherbergt inzwischen einen Buchladen. Gauguins Zimmer unterm Dach ist aber erhalten geblieben.

5. Kommissar Dupin ist in Concarneau zu Hause. Oft erwähnt wird das „Festival des Filets Bleus“:
Schon seit mehr als hundert Jahren feiern die Concarnais ihr farbenprächtiges „Fest der blauen Netze“. Ursprünglich als Spendenfest für die verarmten Sardinenfischer gedacht, erfreut sich das Festival heute jedes Jahr großer Beliebtheit. Besucher erleben hier bretonische Tradition in modernem Gewand.

Concarneau, Bretagne © Emmanuel Berthier

 

6. Von April bis September blüht auf den aus „Bretonische Brandung“ bekannten Glénan-Inseln eine weltweit einzigartige Narzissenart.
Ein bretonischer Apotheker aus Quimper entdeckte die nach den Inseln benannte Glénan-Narzisse im Jahr 1803. Seit sie in den 1950er Jahren vom Aussterben bedroht waren, wachsen die Glénan-Narzissen in einem eigenen Naturreservat auf Saint-Nicolas, der Hauptinsel des Glénan-Archipels, und werden alle fünf Jahre von Freiwilligen gezählt. Aktuell gibt es ca. 280.000 Glénan-Narzissen.

Glénan-Inseln, Bretagne © Nicolas Job

Saint-Nicolas, Glénan-Inseln, Bretagne © Benjamin Flohr

Auf der Insel Saint-Nicolas kann man das Restaurant „La Boucane“ besuchen, das einst wie im Buch „Les Quatre Vents“ hieß.

Restaurant „La Boucane”, Saint-Nicolas, Glénan-Inseln, Bretagne © Benjamin Flohr

 

7. Kommissar Dupin mag Pinguine und Seepferdchen. Beide sind in der Bretagne beheimatet und geschützt:
Die in Kontinentaleuropa sehr seltene Pinguinart Tordalk nistet an der Nordküste der Bretagne auf den Sieben Inseln, am Kap Fréhel und auf der Ile de Cézembre. Zwei Arten Seepferdchen leben im Golfe du Morbihan in der Südbretagne und zieren auch das Wappen dieses Naturparks.

8. Die Ile Tristan, auf der Dupin in „Bretonische Flut“ ermittelt, zählt exakt drei Einwohner:
Gilles, den Inselwärter, sowie zwei Schafe: Gwen und Du, Weiß und Schwarz.

9. Le Croisic ist Frankreichs führender Hafen hinsichtlich des Fangs von rosa Krabben.
Die Krabbenreuse wurde tatsächlich auch von einem Bewohner Le Croisics erfunden, nämlich von René Sibille im Jahr 1850. Der Hafenort am äußeren Zipfel der Guérande-Halbinsel wird in „Bretonisches Gold“ mehrfach erwähnt.

10. Ab diesem Jahr können Urlauber, die auf den Spuren Kommissar Dupins durch die Bretagne reisen,  ihre Lieblingsorte noch leichter entdecken. Denn die Stars der Krimis, wie z.B. das Ar Men Du in Névez, das L’Amiral in Concarneau, die Viviers de Penfoulic in La Forêt Fouesnant und das Ty Mad in Douarnenez, sind nun mit dem Hinweis „Spot Dupin“ innen und außen am Haus gekennzeichnet.

Restaurant „L’Amiral” in Concarneau, Bretagne © Benjamin Flohr

Restaurant „L’Amiral” in Concarneau, Bretagne © Benjamin Flohr

 

 

Weitere Infos & Dupin-Karte:
Auf den Spuren Kommissar Dupins

Bücher & Filme:
Kommissar Dupin - DVD-Box
Bretonische Flut: Kommissar Dupins fünfter Fall
Bretonisches Kochbuch: Dupins Lieblingsgerichte

3 Responses

  1. Andrea David
    Ulrike

    Ich bin sehr gespannt, da am 4. September die Dreharbeiten zu „Bretonisches Leuchten” in Perros-Guirec starten werden und ich genau zu dem Zeitpunkt an diesem meinem geliebten Fleckchen Erde sein werde. Kein Wunder, dass Dupin - bzw. Claire - sich diesen als Urlaubsort ausgesucht haben ! Ich hoffe mal bei einem Dreh zugucken zu können.

    Antworten
  2. Andrea David
    Brand

    Wir waren im Sommer in Beg Léguer und besichtigten von dort aus Perros-Guirec sowie die Ile Renote und den Steinbruch.
    Sodann vom Camping de l’Iroise aus Crozol (mit Pointe de Pen-Hir), Lannion und Audierne (mit der Ile de Sein) sowie die Pointe du Raz (sehr verändert seit 1977!).
    Guérande und die Marais salants sind eh unsere 2. Heimat!
    Alles super-empfehlenswert!
    - Rémi Devallière schreibt übrigens Krimis, die in St.-Nazaire, Pornichet und Piriac… spielen!

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.