Der Film „Madame Mallory und der Duft von Curry” von Lasse Hallström („Chocolat” / „Lachsfischen im Jemen”) basiert auf dem Bestseller „The Hundred-Foot Journey” von Richard Morais. In der Geschichte verlässt der junge Hassan Kadam (Manish Dayal) gemeinsam mit seinem Vater (Om Puri) und seinen beiden Geschwistern sein Heimatland Indien und landet über Umwege in dem idyllischen Dorf Lumière in Südfrankreich. Dort eröffnet der Papa das indische Restaurant „Maison Mumbai” mit Hassan als Chefkoch. Das wiederum gefällt Madame Mallory (Helen Mirren), Besitzerin des nahegelegenen Sternerestaurants „Le Saule Pleureur”, überhaupt nicht.

MADAME MALLORY UND DER DUFT VON CURRY - Trailer

 

Hallström hatte sich als Drehort für seinen Film von Anfang an ein kleines französisches Dörfchen wie aus dem Bilderbuch vorgestellt, mit sanften Hügeln, Weinbergen und Kirchen aus Feldsteinen. Und er wollte einen Ort, den man noch nie zuvor im Kino gesehen hatte. Wochenlang wurde das Land durchkämmt, bis die Filmemacher Saint-Antonin-Noble-Val im Süden Frankreichs entdeckten, welches im Film als Kulisse für das Dorf Lumiére diente. Gelegen inmitten der üppigen Natur der Midi-Pyrénées-Region, strahlt das Örtchen eine träumerische Zeitlosigkeit aus und war auch was Größe und Lage anbetrifft ideal für eine größere Filmproduktion.

Marktplatz, Saint Antonin © 2014 Constantin Film Verleih GmbH
Saint-Antonin-Noble-Val

Saint-Antonin besitzt sogar einen eigenen Marktplatz, der allwöchentlich zum Bauernmarkt umfunktioniert wird und bei einigen entscheidenden Stellen im Drehbuch zum Einsatz kommen konnte. Viele der Händler, die auf dem Markt arbeiten, wurden als Statisten im Film eingesetzt, ebenso wie ihre Produkte aus eigener Ernte: frisch gepflückte Blumen, Weine aus der Provinz und gerade hergestellter Käse. Tatsächlich gibt es in Saint-Antonin einen beeindruckenden Stand mit Gewürzen, die in großen braunen Papiertüten in fünf Reihen präsentiert werden. Sie fanden im Film Verwendung in der Gewürzschachtel, die Papa seinem Sohn Hassan als Erinnerungsstück an seine Mutter überreicht.

Midi Pyrénées, Südfrankreich

Als Drehort für die Außenaufnahmen des Restaurants „Le Saule Pleureur” diente das „La Durnatié”, ein elegantes rosafarbenes Anwesen aus dem 19. Jahrhundert, mitten auf dem Land. Das Innere des Hauses konnte auch eingesetzt werden, um die Szenen in Madame Mallorys Schlafzimmer sowie im Restaurant zu drehen (die Kücheszenen entstanden im Studio). In einem wirklichen französischen Haus drehen zu können, erwies sich für die Besetzung als zusätzliche Inspiration. „In dem Moment, als ich es erblickte, wusste ich, dass wir unser „Le Saule Pleureur” gefunden hatten”, erinnert sich Szenenbildner David Gropman.

Der perfekte Ort für das „Maison Mumbai” © 2014 Constantin Film Verleih GmbH

Als Filmkulisse für das „Maison Mumbai” diente ein baufälliges Bauernhaus in Carlus, einer Kleinstadt mit 650 Einwohnern, zehn Kilometer außerhalb von Saint-Antonin. Leider befand es sich nicht in der Nähe einer Straße, aber die Besitzer gaben der Produktion ihre Einwilligung, für die Dauer der Dreharbeiten eine Straße und eine kleine Steinmauer vor ihrem Haus zu bauen. Noch großzügiger war ihre Erlaubnis, auf der anderen Seite der Straße eine Fassade des „Le Saule Pleureur” in einem ihrer Felder zu errichten. Die zweistöckige Frontseite, hinter der ein riesiger Blue-Screen und ein fünfstöckiger Kran mit einer gewaltigen Scheinwerferanlage aufgestellt wurden, kam bei allen Szenen zum Einsatz, die auf der Straße zwischen den beiden Restaurants gedreht wurden.

Oprah Winfrey erinnert sich: „Als ich zum ersten Mal den Drehort besuchte, machte mein Herz förmlich einen Sprung. Es war, als würde man mitten in die Geschichte steigen, genauso, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt hatte. Da dreht man einen Film darüber, seinen Horizont in neuen Umgebungen zu erweitern, und dann kann man es seiner Besetzung bieten, in genau dieser Atmosphäre und nicht auf einem Studiogelände in Hollywood zu arbeiten.” Der Autor Richard C. Morais teilt ihre Ansicht: „David Gropman hat das, was ich mir ausgemalt hatte beim Schreiben, noch einmal massiv verbessert. Es ist das alte Frankreich und das ungeschminkte Mumbai, Seite an Seite.”

Hassan im Le Georges, Paris © 2014 Constantin Film Verleih GmbH

Weitere Drehorte befinden sich in Paris, wie etwa das Restaurant Le Georges im Centre Pompidou, in Castelnau-de-Lévis (ca. eine Stunde von Toulouse entfernt) sowie auch in Indien. Die Studioaufnahmen entstanden in den Studios de Paris, La Cité du Cinéma, Saint-Denis.

 

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2 Responses

  1. Jonas

    Interessant finde ich, dass auf der Reise nach Saint Antonin, kurz vor dem Unfall, sie recht eindeutig in Südtirol sind… Die Landschaft kam mir als gebürtiger Südtiroler sehr bekannt vor, da man deutlich die „Geislergruppe“ sieht…

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