Filmstart: 22. September 2016

Mit „Snowden” wirft der dreifache Oscar-Gewinner Oliver Stone einen fesselnden und ganz persönlichen Blick auf eine der polarisierendsten Persönlichkeiten des 21. Jahrhunderts – auf den Mann, der für einen Sicherheitsverstoß verantwortlich war, der weiter ging und tiefgreifendere Konsequenzen hatte als jeder andere in der Geschichte der amerikanischen Geheimdienste. Joseph Gordon-Levitt übernimmt darin die Rolle von Edward Snowden. Die Drehorte befinden sich in Hawaii, Washington D.C., Hongkong, Moskau und Bayern.

Für eine Geschichte von so großer und globaler Tragweite wie „Snowden” ist es nur angemessen, dass die Dreharbeiten dafür Schauspieler und Crewmitglieder fast um die ganze Welt führten. Sie begannen in München, wurden dann in Washington fortgesetzt, wo Szenen gedreht wurden, die vor dem Weißen Haus spielen. Schließlich ging es nach Hawaii, Hongkong und Moskau, bevor das Team wieder nach Deutschland zurückkehrte. „In Hongkong gab uns die Leitung des Mira Hotels, in dem sich Snowden für drei Wochen versteckt gehalten hatte, eine Drehgenehmigung”, erzählt Stone. „Dort filmten wir alle für uns wichtigen Perspektiven und bauten dann das Hotelzimmer in den Bavaria Filmstudios in München nach.”

Produktionsdesigner Mark Tildesley gelang es, ungewöhnliche Schauplätze und Orte in markante Sets zu verwandeln. Ein Beispiel dafür ist ein aufgegebenes Postamt in der Deroystraße in München, das zusammen mit den Innenräumen und Korridoren des Münchner Olympiastadions zum NSA-Hauptquartier auf Hawaii umgestaltet wurde. Für das Striplokal „Gentleman’s Club” wurde ein Fahrradladen in der St.-Anna-Straße im Stadtteil Lehel umfunktioniert. Eine Szene, die eigentlich in Genf spielt, wurde tatsächlich in der Münchner Ludwigstraße gedreht. Im Hintergrund kann man die markante Feldherrnhalle am Odeonsplatz erkennen.

München als Stand-in für Genf © Universum Film

München als Stand-in für Genf © Universum Film

Darüber hinaus entdeckte Tildesley einige Autostunden von München entfernt - genauer rund um Bodenwöhr in der Oberpfalz - einen Wald, der atmosphärisch an das Gebiet im US-Bundesstaat Georgia erinnerte, in dem die amerikanische Militärbasis Fort Benning, einer der Schauplätze des Films, liegt.

© Universum Film

© Universum Film

„Wir mussten eine eigene Welt erschaffen”, betont Stone die Komplexität des Projekts. „Ich habe keine Ahnung, wie Mark das geschafft hat. Wir haben uns zum Beispiel eine Räumlichkeit irgendwo in München angesehen, und dann sagte er: ‚Nun, dieses Zimmer ist schrecklich, aber seht euch nur diese Decke an.’ Meiner Ansicht nach hat der Produktionsdesigner den schwierigsten Job bei der Produktion eines Films. Er nämlich muss den ganzen Film auf Papier konzipieren, bevor überhaupt etwas anderes in Angriff genommen werden kann.”

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