Der Film ” The Sound of Music” (deutscher Titel: Meine Lieder - meine Träume) von Regisseur Robert Wise gehört zu den weltweit meistgesehenen Produktionen der Filmgeschichte. Er entstand 1965 auf der Grundlage des gleichnamigen Musicals von Richard Rodgers, welches wiederum auf den Erinnerungen von Maria Augusta Trapp basiert. Der Film war im deutschsprachigen Raum ein Misserfolg, prägte jedoch vor allem in den USA, Lateinamerika und Asien ein verkitschtes Image von Österreich und lockt noch heute zahlreiche ausländische Touristen an die romantischen Drehorte nach Salzburg und ins Umland.

Julie Andrews - auch bekannt aus dem Filmmuscial „Mary Poppins” - spielt die Novizin Maria, die beim verwitweten Kapitän von Trapp (Chistopher Plummer) als Kindsmagd angestellt wird. Der Film wurde sowohl an Originalschauplätzen als auch in den 20th Century-Fox Studios in Hollywood gedreht.

Untersberg © Berchtesgadener Land

Die Luftaufnahmen zu Beginn des Filmes zeigen das Salzkammergut mit dem Fuschlsee. Der Berg, auf dem Maria „The Sound of Music” singt, ist der Mehlweg nahe dem bayerischen Marktschellenberg, nur etwa 20 Minuten von Salzburg entfernt. Von dort aus blickt man auf den Untersberg. Marias Abtei ist der Benediktinerstift Nonnberg in Salzburg. Das Lied „I have confidence in me” trällert sie auf dem Residenzplatz in der Salzburger Altstadt.

Die Villa der Familie Trapp setzt sich im Film aus zwei Motiven zusammen: dem Vordereingang am Schloss Frohnburg und der zum See gelegenen Terrasse am Schloss Leopoldskron, das heute eine Privatschule beherbergt. Einige Kulissen, wie beispielsweise auch der Friedhof, wurden jedoch im Studio nachgebaut. Die wahre Villa Trapp befindet sich in Aigen, einem Stadtteil von Salzburg, ist heute ein Hotel. Als Kulisse für die Hochzeit von Maria und dem Kapitän von Trapp diente die Pfarrkirche in Mondsee.

Pfarrkirche Mondsee © Andrea David

Die berühmte Do-Re-Mi-Szene mit den Kindern startet auf dem Mönchsberg in der Winklerterrasse und endet auf den Treppenstufen im Mirabellgarten mit Blick auf die über der Stadt thronenden Festung Hohensalzburg. Weitere Aufnahmen entstanden an der Zahnradbahn in St. Wolfgang, auf einer Wiese in der Nähe der Burg Hohenwerfen und in Salzburg entlang der Salzach, genauer zwischen der Staatsbrücke und dem Mozartsteg. Der Gartenpavillon, in dem Liesl und Rolf verliebt „Sixteen going on seventeen” singen, befand sich früher auf dem Gelände des Schlosses Leopoldskron, wurde jedoch in die Gärten von Schloss Hellbrunn umgesiedelt.

Mirabellgarten, Salzburg © Andrea David

Der Auftritt, bei dem die Familie Trapp „Edelweiß” singt, wurde in der Felsenreitschule am Toscaninihof aufgenommen. Die Trapps flüchten im Film schließlich über die Berge vor den Nazis. Hier hat sich ein geografischer Fehler eingeschlichen, gelangt man doch von Salzburg aus Richtung Südwesten zum Obersalzberg ins Berchtesgadener Land und nicht wie im Film dargestellt in die Schweiz. Die echte Familie Trapp flüchtete übrigens mit dem Zug nach Italien.

Wolfgangsee

Wer die Drehorte in Österreich, also Salzburg, Mondsee und Wolfgangsee, besichtigen möchte, kann eine englischsprachige Sound-of-Music-Tour buchen. Die Touren werden täglich angeboten und dauern etwa 4 Stunden. Im Bus ertönen die bekannten Melodien aus dem Film und man singt unvermeidlich mit.

Am 12. November 2015 kam die Neuverfilmung der Geschichte „Die Trapp Familie - Ein Leben für die Musik” mit Yvonne Catterfeld und Matthew Macfadyen („Die drei Musketiere”) in die Kinos. Gedreht wurde wieder in und um Salzburg sowie im Berchtesgadener Land.

Seit Jahren kursieren Gerüchte über ein mögliches The-Sound-of-Music-Museum in Salzburg.

 

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Tourtipp: Sound-of-Music-Tour: Salzburg und Salzkammergut

Hoteltipp: Villa Trap, Aigen

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2 Responses

  1. Andrea

    Interessant: Kleine Ergänzung dazu: Der St. Peter Friedhof existiert wirklich, jedoch ist im Film nur sein Double zu sehen. Das kann man gut daran erkennen, dass sich die „Familie Trapp” hinter einem der Grabsteine verstecken will.
    Gute Idee, doch in echt sind die Grabsteine zum einen hinter einem Gitter und zum anderen so nahe an der Mauer dran, dass sich niemand dahinter verstecken kann.

    Herzliche Grüße

    Andrea

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