In den zahlreichen Verfilmungen rund um die radioaktiv verseuchte Riesenechse wurden schon zahlreiche Städte und Gegenden verwüstet.

Die bekanntesten „Godzilla”-Filme sind jedoch der japanische Mutterfilm aus dem Jahr 1954, Roland Emmerichs Verfilmung von 1998 sowie die Fassung von 2014 von Regisseur Gareth Edwards. Godzilla treibt sein Unwesen in den Filmen mal in Tokio, mal in New York und zuletzt in San Francisco.

Die berühmte Filmfigur aus Japan erhielt 2004 zu ihrem 50. Geburtstag sogar ihren eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles.

Hier befinden sich die Drehorte der einzelnen Godzilla-Filme:

 

Godzilla (1954)

Der erste „Godzilla”-Film von 1954 spielt natürlich in Japan und wurde auch dort gedreht. Odo Island, wo das mythische Urreptil Godzilla zum ersten Mal auftaucht ist allerdings fiktiv. Die Drehorte befinden sich in der Umgebung von Toba City, dem Eingang zum Ise-Shima National Park auf der Shima Halbinsel.

Der dortige Ise Jingu Schrein gilt in Japan als das höchste Heiligtum des Shintoismus. Statt dinosaurierartigen Echsen kann man im Nationalpark zahlreiche Seevögel beobachten.

 

Ise-Shima Nationalpark, Japan

Ise-Shima Nationalpark, Japan

 

Eine gute Viertelstunde des Filmes wütet Godzilla in Tokio und zerstört dort bekannte Bauwerke wie das Abgeordnetenhaus, die Kachidoki-Brücke, das Tokyo Marion Building, den Glockenturm des Wako-Gebäudes in Ginza und die Shinagawa Station im Süden der Stadt bzw. deren Miniaturmodelle, die für die Dreharbeiten in den Toho Studios erstellt wurden.

 

Filmszene aus "Godzilla" (1954) in Tokio

Filmszene aus „Godzilla” (1954) in Tokio © Splendid Film

Trotz seiner Zerstörungswut liebt Tokio sein Filmmonster und so finden sich in der ganzen Stadt kleine und große Godzilla-Statuen.

 

Godzilla-Büste, Toho Cinema, Shinjuku, Tokio

Godzilla-Büste, Toho Cinema, Shinjuku, Tokio

 

Zu den bekanntesten gehört die Godzilla-Büste auf dem Dach des Toho Cinemas im Stadtteil Shinjuku sowie die drei Meter hohe Statue vor dem Büro- und Shopping-Hochhaus Tokyo Midtown Hibiya, die an die Verfilmung „Godzilla Resurgence“ angelehnt ist.

 

 

Godzilla (1998)

Roland Emmerichs Godzilla von 1998 hinterlässt seinen gigantischen Fußabdruck zum ersten Mal auf Tahiti. Drehorte sind jedoch die hawaiianischen Inseln Kauai und Oahu. Im Ka´a´awa Valley auf der Kualoa Ranch im Nordosten der Insel wurde auch schon „Jurassic Park” gedreht.

 

Jurassic Valley auf Oahu

Jurassic Valley auf Oahu © Andrea David

 

Godzilla führt es auf der Suche nach einem Nistplatz bis nach New York. Dort wird er am alten Fulton Fish Market aus dem Wasser „geangelt”. Bei seinem Stadtrundgang wird die Wall Street, die 23rd Street Station, das Chrysler Building sowie das Flatiron Building zerstört.

Ein riesiges Loch reist Godzilla in das imposante MetLife (früher PAN AM) Building gleich hinter dem Grand Central Terminal.

 

MetLife Building & Grand Central Terminal, New York

MetLife Building & Grand Central Terminal, New York © Andrea David

 

Sein Nest für den Nachwuchs wird schließlich der Madison Square Garden, der - diesmal nicht von Godzilla - völlig zerstört wird. Godzilla selbst verfängt sich in den Stahlseilen der Brooklyn Bridge und kann schließlich dank Dr. Nick Tatopoulos (Matthew Broderick) und Philippe Roche (Jean Reno) gestoppt werden.

 

Brooklyn Bridge, New York

Brooklyn Bridge, New York © Andrea David

 

Weitere Szenen, wie beispielsweise die Aufnahmen im Hudson River, entstanden in Kalifornien im Studio.

 

 

Godzilla (2014)

In der 2014er-Verfilmung von Gareth Edwards., 60 Jahre nach dem ersten „Godzilla”, hat die Story wie die Titelfigur ihren Ursprung in Japan.

Eine der ersten Szenen entstand im Vancouver Convention Center, dessen riesiger Kuppelbau sowohl in den Flughafen von Honolulu als auch in den Tokyo International Airport umfunktioniert wurde. Das Janjira-Atomkraftwerk wurde außen von der verfallenen Catalyst-Papierfabrik und innen von der Kläranlage auf Annacis Island südlich von Vancouver, gedoubelt.

 

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Vancouver Convention Center © Andrea David

 

Auch die Szenen, die in San Francisco spielen, wurden zum großen Teil in Vancouver gedreht. Die Straßen im Zentrum von Vancouver wurden beispielsweise in den bedrängten Finanzdistrikt von San Francisco umgerüstet.

Weitere Drehorte bei Vancouver sind die Ufer des Lake Alouette im Golden Ears Provincial Park, wo Edwards eine Helikopter-Rettung in einer völlig verwüsteten Landschaft inszenierte, und die Kaianlage von Steveston in Vancouver, die man in den berühmten Fisherman’s Wharf in San Francisco umrüstete.

 

Golden Gate Bridge, San Francisco

Golden Gate Bridge, San Francisco © Andrea David

 

Detailgetreue Sets wie das „Drachennest” oder auch ein Teilstück der Golden Gate Bridge entstanden zudem in den Studiohallen und auf dem Gelände des Canadian Motion Picture Park im Vorort Burnaby bei Vancouver.

 

Skyline von San Francisco

Skyline von San Francisco © Andrea David

 

In San Francisco selbst wurden hochauflösende Panoramaaufnahmen der Stadt gemacht, um den animierten Godzilla darin wüten lassen zu können. So sieht man ihn im Film zum Beispiel am Pier 1 am  Embarcadero durchmaschieren.

 

Godzilla-Drehort in San Francisco

Godzilla-Drehort am Embarcadero in San Francisco © Andrea David

 

Drehort des Filmes war erneut die Insel Oahu, die diesmal sowohl für die Philippinen als auch das bis heute unbewohnbare Bikini-Atoll der Marshallinseln als Filmkulisse diente.

Weitere originale Drehorte sind Tokio, San Diego und Las Vegas, wo im Film einige berühmten Landmarks des Strips wie Treasure Island, New York-New York und das Flamingo mit dem kleinen Eiffelturm zerstört werden.

 

 

Filme ansehen:

Godzilla (1954)
Godzilla (1998)
Godzilla (2014)

 

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