In den zahlreichen Verfilmungen um die radioaktiv verseuchte Riesenechse wurden schon zahlreiche Städte und Gegenden verwüstet. Die bekanntesten „Godzilla”-Filme sind jedoch der japanische Mutterfilm aus dem Jahr 1954, Roland Emmerichs Verfilmung von 1998 sowie die aktuellste Fassung 2014 von Regisseur Gareth Edwards. Godzilla treibt sein Unwesen in den Filmen mal in Tokio, mal in New York und zuletzt in San Francisco. Übrigens erhielt die Filmfigur 2004 sogar ihren eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles.

Ginza, Tokio © Andrea David

Der erste „Godzilla”-Film von 1954 spielt natürlich in Japan und wurde auch dort gedreht. Odo Island, wo Godzilla zum ersten Mal auftaucht ist allerdings fiktiv. Die Drehorte befinden sich in der Umgebung von Toba City, dem Eingang zum Ise-Shima National Park auf der Shima Halbinsel. In Tokio zerstört das Monster die Shinagawa Railway Station im Süden der Stadt, den Matsuzakaya Department Store in Ginza und das Tokyo Marion Building in Chiyoda-ku. Im Akasaka Viertel muss das Diet Building, Nagatacho 1-chome, dran glauben und auch die Kachidoki-Brücke wird in Trümmer gelegt. Die Innenaufnahmen entstanden in den Toho Studios in Tokio.

Emmerichs Godzilla von 1998 hinterlässt seinen gigantischen Fußabdruck zum ersten Mal auf Tahiti. Drehorte sind jedoch die hawaiianischen Inseln Kauai und Oahu. Im Ka´a´awa Valley auf der Kualoa Ranch im Nordosten der Insel wurde auch schon „Jurassic Park” gedreht. Godzilla führt es auf der Suche nach einem Nistplatz bis nach New York. Dort wird er am alten Fulton Fish Market aus dem Wasser „geangelt”. Bei seinem Stadtrundgang wird die Wall Street, die 23rd Street Station, das Chrysler Building sowie das Flatiron Building zerstört.

MetLife Building & Grand Central Terminal, New York © Andrea David

Ein riesiges Loch reist Godzilla in das imposante MetLife (früher PAN AM) Building gleich hinter dem Grand Central Terminal. Sein Nest für den Nachwuchs wird schließlich der Madison Square Garden, der - diesmal nicht von Godzilla - völlig zerstört wird. Godzilla selbst verfängt sich in den Stahlseilen der Brooklyn Bridge und kann schließlich dank Dr. Nick Tatopoulos (Matthew Broderick) und Philippe Roche (Jean Reno) gestoppt werden. Weitere Szenen, wie beispielsweise die Aufnahmen im Hudson River, entstanden in Kalifornien im Studio.

Brooklyn Bridge, New York © Andrea David

In der aktuellsten Verfilmung von 2014, 60 Jahre nach dem ersten „Godzilla”, hat die Story wie die Titelfigur ihren Ursprung in Japan. Eine der ersten Szenen entstand im Vancouver Convention Center, dessen riesiger Kuppelbau sowohl in den Flughafen von Honolulu als auch in den Tokyo International Airport umfunktioniert wurde. Das Janjira-Atomkraftwerk wurde außen von der verfallenen Catalyst-Papierfabrik und innen von der Kläranlage auf Annacis Island südlich von Vancouver, gedoubelt.

Vancouver Convention Center © Andrea David

San Francisco © Andrea David

Auch die Szenen, die in San Francisco spielen, wurden zum großen Teil in Vancouver gedreht. Die Straßen im Zentrum von Vancouver wurden beispielsweise in den bedrängten Finanzdistrikt von San Francisco umgerüstet. Weitere Drehorte bei Vancouver sind die Ufer des Lake Alouette im Golden Ears Provincial Park, wo Edwards eine Helikopter-Rettung in einer völlig verwüsteten Landschaft inszenierte, und die Kaianlage von Steveston in Vancouver, die man in den berühmten Fisherman’s Wharf in San Francisco umrüstete. Detailgetreue Sets wie das „Drachennest” oder auch ein Teilstück der Golden Gate Bridge entstanden zudem in den Studiohallen und auf dem Gelände des Canadian Motion Picture Park im Vorort Burnaby bei Vancouver. In San Francisco selbst wurden hochauflösende Panoramaaufnahmen der Stadt gemacht, um den animierten Godzilla darin wüten lassen zu können.

Oahu © Lars Gerdes

Drehort des Filmes war erneut die Insel Oahu, die diesmal sowohl für die Philippinen als auch das bis heute unbewohnbare Bikini-Atoll der Marshallinseln als Filmkulisse diente. Weitere originale Drehorte sind Tokio, San Diego und Las Vegas, wo im Film einige berühmten Landmarks des Strips wie Treasure Island, New York-New York und das Flamingo mit dem kleinen Eiffelturm zerstört werden.

 

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