Der Oscar-prämierte Sci-Fi-Film „Independence Day” markierte 1996 den Beginn eines neuen Blockbuster-Zeitalters in Hollywood. Die Szenen, in denen riesige Raumschiffe den Himmel verdunkeln, gehören inzwischen zu den ikonischsten Bildern der Filmgeschichte. Regisseur Roland Emmerich und Produzent Dean Devlin brachten nicht nur hervorragende Special Effects, sondern auch einen Star-besetzten Cast auf die Leinwand. Will Smith, Jeff Goldblum und Bill Pullman ziehen gemeinsam in den Kampf gegen eine außerirdische Übermacht. 20 Jahre später kehren die Aliens in „Independence Day – Wiederkehr” auf die Leinwand zurück und mit ihnen auch einige Stars der alten Garde.

Zu den Drehorten von „Independence Day” in den 90ern gehörte vor allem Los Angeles, wo ein paar Verrückte auf dem U.S. Bank Tower in Downtown L.A. die Aliens willkommen heißen, New York, wo sich das Raumschiff über World Trade Center, Empire State Building und Central Park postiert, und Washington D.C., wo natürlich das Weiße Haus dran glauben muss.

U.S. Bank Tower, Los Angeles © Andrea David

U.S. Bank Tower, Los Angeles © Andrea David

Die Szenen für die Airforce-Basis und Area 51 entstanden am Wendover Airport in Utah, welcher auch schon als Drehort für „Con Air” und „Hulk” diente. Ganz in der Nähe, in den Bonneville Salt Flats, zieht Captain Steven Hiller (Will Smith) den bewusstlosen und stinkenden Alien - „Willkommen auf der Erde!” - in einem Fallschirm hinter sich her, nachdem er ihn bei einer Verfolgungsjagd durch den Grand Canyon ausgetrickst hat. Die Salzwüste ist auch beim Showdown des Filmes zu sehen.

Drehort aus „Independence Day”, Bonneville Salt Flats, Utah © Andrea David

Wendover Airfield, Utah © Andrea David

Das Hotel, von dem First Lady Marilyn Whitmore (Mary McDonnell) mit einem Hubschrauber flüchtet, ist das edle Biltmore Hotel, das auch schon in „Ghostbusters”, „Bodyguard”, „True Lies” und „Fight Club” zu Filmehren kam.

Biltmore Hotel, Los Angeles © Andrea David

Biltmore Hotel, Los Angeles © Andrea David

Es befindet sich übrigens gleich neben dem oben genannten U.S. Bank Tower.

 

Independence Day 2

In der Fortsetzung „Independence Day – Wiederkehr” bekommen es die Zuschauer mit einem Alienraumschiff in kaum fassbaren Dimensionen zu tun. Waren es im ersten Teil noch ein paar Untertassen mit 25 Kilometer Durchmesser, hat es man es in der Fortsetzung mit einem 5.000 Kilometer breiten Raumschiff zu tun! „Sie ist definitiv gewaltiger als die vorherige…” sagt David Levinson (Jeff Goldblum), als er die Alien-Invasion von 2016 mit der von 1996 vergleicht. Diese sieben Worte bringen die visuelle Schlagkraft und Größe des Films auf den Punkt.

In Sachen Ausmaß und Umfang kennt Roland Emmerich keine Grenzen und so fallen den Aliens wieder zahlreiche Metropolen und Wahrzeichen zum Opfer: Der gesamte Himmel über Singapur verdunkelt sich, bevor die Stadt hochgehoben und vollkommen zerstört wird. Malaysias berühmte Petronas Twin Towers stürzen auf die Londoner Tower Bridge und Dubais Burj Khalifa, einem der größten Gebäude der Erde, an dem sich Tom Cruise in „Mission Impossible - Phantom Protokoll” abmühte, richtet ebenfalls immensen Schaden an der Themse an. Eine riesige Buddha-Statue bringt den Big Ben zum Einsturz, während das berühmte London Eye in die Themse kippt.

Tower Bridge, London © Andrea David

Tower Bridge, London © Andrea David

London Eye, London © Andrea David

London Eye, London © Andrea David

Wichtiger Schauplatz ist natürlich wie bereits im ersten Teil die Area 51 in Nevada. Hierfür wurden erneut Wendover und die Bonneville Salt Flats als Drehort genutzt.

Bonneville Salt Flats, Utah

Bonneville Salt Flats, Utah

Auf der anderen Seite des Ozeans neu dabei ist die demokratische afrikanische Republik D’Umbutu. Hier hat eine kleine Gruppe von Aliens den Krieg von 1996 überlebt und führte einen erbitterten Krieg gegen die Einheimischen. Einer der Krieger und aktueller Führer des Landes ist Dikembe Umbutu (Deobia Oparei, „Game of Thrones”), der sich auch in den erneuten Kampf gegen die Aliens einbringt. Gedreht wurde der Film zum großen Teil im Filmförderparadies New Mexico und den Albuquerque Studios, die auch schon „Breaking Bad” beheimateten.

 

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