Filmstart: 11. Januar 2018

Der Action-Thriller „The Commuter“ von Regisseur Jaume Collet-Serra handelt wie schon sein Vorgänger “Non-Stop” von einem mörderischen Komplott. Im Zentrum der Geschichte steht diesmal Michael MacCauley (Liam Neeson), ein altgedienter Mitarbeiter einer Versicherungsgesellschaft, der mit Frau und Sohn in Westchester, New York, lebt und täglich mit der Linie 625 nach Manhattan pendelt. Eines Tages setzt sich die mysteriöse Fremde Joanna (Vera Farmiga) zu ihm und verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er für sie einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas besonders Wertvolles transportiert. Michael erhält nur zwei Hinweise: Einen falschen Namen und den Zielbahnhof des Unbekannten: Cold Spring. Ihm bleibt nur, mitzuspielen oder einen Ausweg zu finden.

© Studiocanal

Die Dreharbeiten fanden über einen Zeitraum von zehn Wochen in den weltberühmten Pinewood Studios in Großbritannien statt. Longcross in Surrey musste für den US-Bundesstaat New York herhalten. Die Limitierung auf hauptsächlich eine Location stellte Regisseur Collet-Serra und seine Crew vor die Herausforderung, dass die Handlung vor einem Hintergrund stattfindet, der sich während des Films kaum verändert. „Züge können filmisch extrem langweilig sein“, wirft Collet-Serra ein. „Zum Glück war die Hudson North ein älteres Zugmodell, das ästhetisch mehr zu bieten hatte als die modernen Züge. Und die Fahrt führt durch die U-Bahn-Tunnel der Grand Central Station, durch die Bronx, vorbei am Hudson River und am Kanal und fährt dann überirdisch am Rand der Stadt weiter. Dadurch ergeben sich viele unterschiedliche Bildhintergründe.“

© Studiocanal

Produzent Andrew Rona erläutert: „Die Metropolitan Transit Authority hatte Einwände, dass wir auf ihrem Streckennetz drehen, ihre Züge nutzen oder in der Grand Central Station filmen. Überraschend war das natürlich nicht. Also haben wir alles im Studio nachgebaut.“ Szenenbildner Richard Bridgland erinnert sich: „Einer der Produzenten sagte zu mir, ‚Es ist doch nur ein Zug.’ Aber dieser Zug sollte an diversen Haltestellen zwischen den Vororten von New York und der Grand Central Station halten. Das im Studio nachzubauen, stellte eine extreme Herausforderung dar.“ Bridgland und Collet-Serra waren sich in einem absolut einig: Der Zug sollte möglichst authentisch aussehen. „Ich habe mir auf einem Zug-Schrottplatz außerhalb von Cleveland in Ohio ausrangierte Sitze und andere Ausstattungsteile besorgt, um unseren Nachbau möglichst authentisch gestalten zu können.“

Zusätzlich wurden die Haltestellen im Studio nachgebaut, da britische Bahnhöfe sich sehr von amerikanischen unterscheiden. Die Stationen Grand Central, 86th Street, 110th Street sowie 125th Street wurden komplett nachgebaut, während Tarrytown und Cold Spring an Bahnhöfen in Südengland gefilmt wurden, die entsprechend umgestaltet waren. Bridglands Erfahrungen aus seiner Arbeit am Theater waren sehr nützlich beim Nachbau der Haltestellen im Studio. „Ich behandelte das Studio als ein riesiges Theater. Wir installierten einen großen blauen Vorhang vor den Fenstern, hinter denen ein Bahnhof stand. Der Vorhang erlaubte es uns, unbemerkt den Umbau für die nächste Szene vorzunehmen. Eine Herausforderung war, dass unser Bahnhof nur einen kurzen Bahnsteig in der Länge eines Waggons hatte. Also setzte ich riesige Spiegel ein, um ihn visuell zu verlängern.“

 

Bürogebäude 101 Park Avenue, New York © Andrea David

Eine reale New Yorker Location ist aber dann doch noch im Film zu sehen: das Bürogebäude, das MacCauley nach seiner Entlassung verlässt, befindet sich gleich in der Nähe der Central Station, 101 Park Avenue. Der Wolkenkratzer war übrigenss auch schon in „Gremlins 2“ als Clamp Tower zu sehen und Hawkeye, Black Widow and Captain America stürzten hier im Film „The Avengers” in New York ab.

 

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