Filmstart: 5. November 2015

Der aktuelle James-Bond-Film „Spectre” startete am 5. November 2015 in den deutschen Kinos. Regie führt wie schon bei „Skyfall” Sam Mendes und erneut dabei sind auch Daniel Craig als 007, Ben Whishaw als Quartiermeister Q und Naomie Harris als Miss Moneypenny. In der Rolle des Bond-Bösewichts ist Christoph Waltz zu sehen, Monica Bellucci und Léa Seydoux treten als Bondgirls auf und Ralph Fiennes ist der neue M, Leiter des MI6. Die Spur zu einer kriminellen Geheimorganisation führt Bond wie gewohnt um den halben Globus. Drehorte des Filmes sind London, Rom, Mexiko, Marokko sowie Österreich.

https://www.youtube.com/watch?v=O-EzptimVL8&feature=youtu.be

 

Mexiko

Die furiose Eröffnungssequenz am mexikanischen „Tag der Toten“ (El Día de Muertos) wurde authentisch in Mexico City inszeniert. Hierbei kamen täglich über 1.500 Statisten und mehr als 100 Make-up Artists zum Einsatz; allein die Vorbereitung dieser Menschenmasse nahm jedes Mal dreieinhalb Stunden in Anspruch, bevor das Shooting losgehen konnte. Das Gebäude, in dem Bond mit einer dunkelhaarigen Schönheit (Stephanie Sigman) aufs Zimmer verschwindet, ist das Gran Hotel Ciudad De Mexico, das auch schon im 007-Film „Eine Lizenz zum Töten” neben Timothy Dalton einen Auftritt als Hotel „El Presidente” hatte.

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

Der Platz, auf dem der Hubschrauber landet, ist der Plaza de la Constitución, der auch als „Zócalo“ bekannt ist. Eine der spektakulärsten Stunt-Szenen, die in Mexico City realisiert wurden, dreht sich um einen Kampf in einem außer Kontrolle geratenen Hubschrauber, der in niedriger Höhe über den Statisten umherwirbelt.

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

 

Österreich

Weiter ging es für das Filmteam nach Österreich. Wo die lokalen Gegebenheiten nicht ausreichten, half die Crew tatkräftig nach: So wurden zum Beispiel in Obertilliach in Osttirol zehn Hütten und eine Scheune umgesetzt bzw. zusätzlich errichtet und anschließend bei einer waghalsigen Actionsequenz mit einem Flugzeug effektvoll wieder in ihre Einzelteile zerlegt. Spektakulär ging es auch in einem Waldstück neben dem Skigebiet Golzentipp zu. Die Schneise, die dort geschlagen wurde, um Stromleitungen in den Boden zu verlegen, eignete sich bestens für eine wilde Verfolgungsjagd in „Spectre”.

Obertilliach © Tirol Werbung

Obertilliach, Tirol © Tirol Werbung

Das moderne Gourmetrestaurant ice Q auf dem Gipfel des Gaislachkogl diente im Film als private Hoffler Klinik, in der Dr. Madeleine Swann (Léa Seydoux) als Psychologin arbeitet. Keine Angst, Verdauungsenzym-Shakes führt die dortige Bar nicht, aber natürlich Wodka-Martini.

Gourmetrestaurant ice Q, Gaislachkogl, Söden, Tirol © Andrea David

Gourmetrestaurant ice Q, Gaislachkogl, Sölden, Tirol © Andrea David

In „Spectre” sind auch die Ötztaler Gletscherstraße und der Gletschertunnel in der Nähe des Rettenbachgletscher zu sehen. Diese und das ice Q sind prima von Sölden aus erreichbar, wo die Filmcrew während der Dreharbeiten im Hotel Bergland nächtigte. Die Hütte von Mr. White (Jesper Christensen) befindet sich, wie auch im Film erwähnt, am Altaussee im steirischen Salzkammergut. Es handelt sich dabei um das Jagdhaus auf der Seewiese.

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

 

Rom

Danach zog die Produktion in die italienische Hauptstadt Rom um. Drehorte waren beispielsweise der Torbogen des Garibaldi Museums, der Petersplatz oder die Villa di Fiorano in der Via Appia Antica als Sciarras Anwesen. Vier Tage lang drehten die Filmemacher im „Museo della Civiltà Romana“, welches im Film die Rolle eines Friedhofs übernimmt, auf dem Bond zum ersten Mal Lucia Sciarra (Monica Bellucci) begegnet. Den Palazzo Cadenza sucht man in der Stadt allerdings vergeblich. Es handelt sich bei der Außenkulisse um Blenheim Palace in Oxfordshire. Die Innenaufnahmen entstanden in den Pinewood Studios bei London.

Petersplatz, Rom © Andrea David

Petersplatz, Rom © Andrea David

Die Second Unit war derweil in Rom 18 Nächte lang damit beschäftigt, jene atemberaubende nächtliche Verfolgungsjagd zu filmen, bei der Bond mit seinem Aston Martin DB10 und Hinx im Jaguar C-X75 durch die Straßen der Stadt rasen. „Wir versuchen immer, etwas auf die Leinwand zu bringen, das man zuvor noch nie gesehen hat“, so Produzentin Barbara Broccoli. „In Rom haben wir eine absolut spektakuläre Autoverfolgung inszeniert und sind auf das Ergebnis sehr stolz.“ Wenngleich im Film nur ein Aston Martin und ein Jaguar zu sehen sind, benutzte das Team acht DB10 und sieben C-X75, um die Sequenz zu drehen. Nach der Verfolgungsjagd landet ein Wagen schließlich im Tiber. Bond findet sich auf der Ponte Sisto in Trastevere wieder.

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

 

Marokko

Als nächster Drehort folgte Marokko. Hier filmte das Hauptteam in der Kasbah von Tanger, die Wüste bei Erfoud, sowie in Oujda an der Grenze zu Algerien im Nordosten des Landes. Insbesondere die Arbeiten in der Sahara außerhalb von Erfoud waren eine echte Herausforderung. So musste das Team unter anderem sicherstellen, dass im Umkreis von 20 Meilen jeder vorab über die zu erwartenden Film-Explosionen informiert wurde. Dazu gesellte sich am ersten Drehtag in Erfoud noch ein großer Sandsturm, der die Produktion den gesamten Nachmittag über lahmlegte. Auch die klimatischen Bedingungen machten der Crew das Leben schwer – das Thermometer kletterte mitunter bis auf 50 Grad Celsius.

Kasbah, Tanger, Marokko © Carola Faber

Kasbah, Tanger, Marokko © Carola Faber

Der Meteoritenkrater ist übrigens ein Vulkankrater, der auch schon als „Hamunaptra” in „Die Mumie” zu sehen war. In „Spectre” kommt auch der Oriental Desert Express zwischen Oujda and Bouarfa zu Filmehren. Demoliert wird jedoch nur der Nachbau des Zuges im Filmstudio.

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

 

London

Wie es sich für einen echten Bond-Film gehört, wurde natürlich auch in seiner Heimat England gedreht. Zu den Londoner Locations gehört unter anderem die Westminster Bridge, die am Ende von „Spectre” eine wichtige Rolle spielt. Um die nächtliche Fluss-Sequenz, zu der ein Highspeed-Boot und ein tief fliegender Helikopter gehören, innerhalb eines engen Zeitplans realisieren zu können, war ein extremer organisatorischer und logistischer Aufwand nötig. Die gewünschte Beleuchtung des Flusses erforderte Wochen an Vorbereitung, unzählige Genehmigungen mussten eingeholt werden, zudem herrschte in der Stadt zu dieser Zeit aufgrund anderer Events noch mehr reges Treiben als ohnehin schon, was die Organisation des aufwendigen Vorhabens zusätzlich erschwerte.

© 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

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Der kreisrunde Innenhof des Regierungsgebäudes gehört in Wahrheit zum Treasury Building in der Great George Street. Bonds spärlich eingerichtetes Apartment befindet sich in 1 Stanley Gardens in Notting Hill, westlich der bestens  aus „Notting Hill” bekannten Portobello Road. Natürlich ist auch das MI6-Hauptquartier an der Vauxhall Bridge wieder als Filmlocation dabei.

MI6 Hauptquartier, Vauxhall, London © Andrea David

MI6 Hauptquartier, Vauxhall, London © Andrea David

Das moderne Centre for National Security auf der anderen Seite der Brücke ist allerdings reine Fiktion. Die Innenaufnahmen des Gebäudes entstanden in der City Hall nahe der Tower Bridge. Diese diente auch schon als Sitz der Plattenfirma von Billy Mack (Bill Nighy) in „Tatsächlich Liebe”.

Reisetipps:
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Hoteltipps:
Gran Hotel Cuidad de Mexico
Hotel Bergland Sölden

Filmkritik: James Bond 007: Spectre
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Über den Autor

Ich liebe Filme und Reisen und leidenschaftlich gerne verbinde ich das eine mit dem anderen. Seit über 10 Jahren reise ich auf den Spuren sehenswerter Filmschauplätze auf der ganzen Welt und teile hier Infos über die Drehorte alter und neuer Streifen. Mehr

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