Filmstart: 21. Mai 2015 

A World BeyondIm Film „A World Beyond” (Original: Tomorrowland) begibt sich ein ungleiches Duo gemeinsam auf eine faszinierende Abenteuerreise: das aufgeweckte Teenager-Girl Casey (Britt Robertson, „Kein Ort ohne dich”) macht sich zusammen mit dem resignierten Wissenschaftler Frank (George Clooney) auf, die Geheimnisse einer mysteriösen besseren Welt jenseits unserer normalen Vorstellungskraft zu entdecken. Ob und wie die beiden die Herausforderungen, die sie in „Tomorrowland” erwarten, meistern werden, wird die Welt und sie selbst für immer verändern.

Die Dreharbeiten begannen auf einer Farm in Pincher Creek, Alberta, wo ein Farmer dafür engagiert worden war, Winterweizen mit einem speziellen Bernstein-Ton zu pflanzen – Regisseur Brad Birds Vorstellung von ländlicher Perfektion. Für Hauptdarstellerin Britt Robertson erwies sich dies als besonderes Erlebnis: „Dort drehen zu können, hatte noch nicht einmal etwas mit Schauspielerei zu tun, weil man angesichts dieser Weizenfelder einfach voller Ehrfrucht ist.” Danach zog die Crew zu einer Farm in Enerby in Okanagan in British Columbia, wo die Aufnahmen von Walkers Farm mit ihren Getreidefeldern entstanden, die ebenfalls eigens für die Dreharbeiten angepflanzt worden waren.

Casey (Britt Robertson) © 2015 Disney

Casey (Britt Robertson) © 2015 Disney

Die Filmemacher legten Wert darauf, dass „Tomorrowland” wie eine echte Stadt aussehen sollte. Sie zu finden, war keine leichte Aufgabe. Zunächst schien es, als müsste dieser von Visionären errichtete Ort komplett neu gebaut werden. Aber dann entdeckte Visual-Effects-Produzent und Co-Produzent Tom Peitzman durch Zufall eine futuristisch aussehende Location und zeigte sie Brad Bird. Es stellte sich heraus, dass es sich um die Stadt der Künste und der Wissenschaften im spanischen Valencia handelt, erbaut von Santiago Calatrava, dessen Arbeiten ohnehin eine Inspirationsquelle für Produktionsdesigner Scott Chambliss waren.

Blick auf Tomorrowland © 2015 Disney

Blick auf Tomorrowland © 2015 Disney

Diese Entdeckung kam der Vorliebe des Regisseurs für real existierende Drehorte gegenüber virtuellen Sets entgegen. Ein Trupp wurde nach Valencia entsandt, danach stand fest, dass die Stadt das Skelett für „Tomorrowland” liefern würde - beinahe wortwörtlich. „Calatravas Architektur ist einfach phänomenal und einfallsreich und aufregend”, sagt Produzent Jeffrey Chernov. „Sie wirkt wie ein Gerippe, als würde man die Wirbel eines Dinosauriers oder eines prähistorischen Fisches betrachten. Man betritt diesen Ort und will ihn nie wieder verlassen. Das war genau die Stimmung, die wir uns für unser „Tomorrowland” vorgestellt hatten.”

Stadt der Künste und der Wissenschaften, Valencia, Spanien

Stadt der Künste und der Wissenschaften, Valencia, Spanien

George Clooney sagt über den Dreh in der Stadt der Künste und der Wissenschaften: „Ich war davor noch nie in Valencia gewesen, obwohl ich Spanien eigentlich ziemlich gut kenne, ein unglaublich schönes Land. Es machte unheimlich viel Spaß, nun auch Valencia zu besuchen, dort zu arbeiten und Zeit zu verbringen. Die Fantasie des Architekten steht für eine großartig optimistische Version des Lebens, wo man sagt: ‚Ich will das bauen.’ Und dann wird das gemacht. Das ist ziemlich toll.”

Stadt der Künste und der Wissenschaften, Valencia, Spanien

Stadt der Künste und der Wissenschaften, Valencia, Spanien

Doch nicht ganz „Tomorrowland” mitsamt Einschienenbahn, der riesigen Energie-Sphäre und dem wuchtigen Monitor, genannt das Bridgeway Plaza Set, konnte in der City of Arts and Sciences entstehen, daher baute man ein gigantisches Freiluft-Set im kanadischen Vancouver. Man achtete darauf, möglichst wenig auf die Nachbearbeitung der Bilder am Computer angewiesen zu sein. Das Set verfügte daher sogar über eine voll funktionsfähige Hochbahn. Eine weitere große Herausforderung war die Eiffelturm-Kulisse. Der Turm musste sich der Länge nach aufspalten, um das Raumschiff The Spectacle zu offenbaren. Daher wurde der gesamte obere Bereich des Eiffelturms im Studio nachgebaut.

Frank (George Clooney) © 2015 Disney

Frank (George Clooney) © 2015 Disney

Das futuristische H. R. MacMillan Space Center in Vancouver übernahm in „A World Beyond” in die Rolle der fiktiven „Hall of Invention”.

H.R. MacMillan Space Center, Vancouver © Andrea David

Im Film führt eine Internetrecherche Casey nach Houston, Texas, und dort in das bizarre Memorabilia-Kaufhaus „Blast From The Past”, das komplett im Studio aufgebaut worden war. „Das Kaufhaus ist eine Mischung aus den Sci-Fi-Comic-Buchläden, die Brad Bird und ich aus unserer Jugend in Erinnerung haben“, erzählt Szenenbildner Scott Chambliss. Keegan-Michael Key, der den Laden als Hugo Gernsback gemeinsam mit seiner Frau Ursula leitet, meint enthusiastisch: „Wir haben klassische Science-Fiction-Poster, die originale Actionfigur von Luke Skywalker aus den 70ern und sogar Stücke aus der Siebzigerjahre-Serie ‚Mondbasis Alpha’ mit Martin Landau.”

Weltausstellung 1964 © 2015 Disney

Weltausstellung 1964 © 2015 Disney

Eine große Herausforderung für die Produktion war es, die Weltausstellung von 1964 für „A World Beyond” nachzustellen, aber die Filmemacher hatten das große Glück, dass eines der ikonischen Stücke, die Unisphere in Flushing Meadows, New York, immer noch steht, direkt außerhalb des USTA National Tennis Center. Die Springbrunnen des riesigen Globus sind immer noch funktionstüchtig, die Gärten sind unverändert existent. Die Filmemacher schickten einen Fotografen nach New York, Queens, um Fotos zu schießen, damit man eigene Bilder für die Hintergründe im Film verwenden konnte.

Unisphere, Flushing Meadows, Queens, New York

Unisphere, Flushing Meadows, Queens, New York

Ein spektakulärer Drehort war die echte NASA-Raketenabschussrampe in Cape Canaveral in Florida. Brad Bird meint: „Vielen der am Film Beteiligten bedeutet die NASA und die Mission von NASA sehr viel. Also wirklich vor Ort zu sein und Teile des Films dort drehen zu können, war ein Geschenk der ganz besonderen Art. Unser Dreh war zeitlich genau auf den Abschuss der MAVEN-Raumsonde in Richtung Mars abgestimmt, also konnten wir direkt von der Rampe zusehen, wo viele der anderen NASA-Missionen ins All geschossen worden waren.”

Cape Canaveral, Florida

Cape Canaveral, Florida

Insgesamt kamen in dem Film 90 unterschiedliche Kombinationen von Drehorten und Kulissen zum Einsatz. Darunter schließlich auch noch Paris, die Bahamas und die It’s A Small World-Attraktion in Disneyland in Anaheim.

 

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