Filmstart: 12. April 2017

Mit „Fast & Furious 8” startet die Action-Filmreihe unter der Regie von F. Gary Gray in die finale Trilogie. Nachdem sich die Crew nach „Fast & Furious 7″ in ein fast normales Leben verabschiedet hat, sabotiert Cyber-Terroristin Cipher (Charlize Theron) das friedliche Dasein von Dom Toretto (Vin Diesel) und seinen Freunden. Die Dreharbeiten zu „Fast & Furious 8” begannen im Frühling 2016 mit zwei separaten Filmcrews, die in Kuba und Island drehten. Zu den weiteren Locations des Films gehören Atlanta, New York und Cincinnati.

In New York zu filmen, war sozusagen ein Muss für die Produzenten. Die Großstadt ist fest mit der „Fast & Furious”- Reihe verwoben, denn alles begann 1998 mit einem Artikel des Vibe Magazine mit dem Titel „Racer X“, der die Geschichte eines Straßenrennfahrers in New Yorks Untergrund erzählte. Produzent Neal Moritz kaufte die Rechte und machte sich ans Werk, um die Prämisse für Los Angeles umzuarbeiten und damit den Grundstein für die Filme zu legen.

Für Schauspieler Vin Diesel, selbst New Yorker, hat der Dreh am Big Apple eine noch größere Bedeutung. „‚Fast & Furious‘ nach New York zu bringen war immer ein Traum von mir. Ich sah fast eine ausgleichende Gerechtigkeit darin, unsere Figuren dorthin zurückkehren zu lassen, wo alles mit dem Artikel im Vibe Magazine im wahrsten Sinne begonnen hat. New York ist eine fantastische Leinwand für den Film und die Action, die sich hier entwickelt, ist schwer zu toppen. Die Sequenz wird die Leute umhauen.“

© Universal Pictures

Russland, Kuba und New York als Schauplätze der zentralen Szenen waren bereits Teil der frühesten Entwicklungsstufen des Projektes und blieben es dank Morgans Dramaturgie, insbesondere Kuba. Aufgrund Kubas Autokultur sprachen die Filmemacher immer wieder darüber, einen der Teile auf der Inselnation zu realisieren. Die Diskussion endete immer wieder damit, dass sie die Chancen als zu gering bis nicht vorhanden einschätzen, um irgendwann dazu in der Lage zu sein. Doch dann entspannten sich während der Obama-Regierung plötzlich die diplomatischen Beziehungen.

Es brauchte Monate, Gespräche und Vorbereitungen sowohl auf kubanischem als auch auf amerikanischem Boden, um die Situation realistisch einschätzen zu können und nach Zustimmung beider Regierungen einen Plan für die zweiwöchige Drehzeit im April auszuarbeiten. Die ersten der insgesamt 200 Crewmitglieder kamen fast vier Monate vor Beginn der Dreharbeiten in Kuba an. Während sie in den Alltag Havannas eintauchten, arbeiteten sie eng mit der Regierung, der lokalen Crew sowie Bewohnern und Geschäften in der ganzen Hauptstadt zusammen.

© Universal Pictures

Da keine amerikanische Produktion, geschweige denn ein gigantischer Hollywood-Blockbuster jemals auf Kuba gedreht wurde, war alles noch unbekanntes Terrain. Also mussten Produzent Michael Fottrell und sein Team sich frühzeitig ein Bild von den potenziellen Drehorten, der Infrastruktur, verfügbarer Crew und Ausrüstung machen, um einschätzen zu können, was überhaupt möglich war. Glücklicherweise profitierte Fottrell von seiner Erfahrung mit ähnlichen Drehorten wie Puerto Rico, Brasilien und Mexiko, so dass er vom Standpunkt der materiellen Produktion wusste, was nötig ist, um das alles zu stemmen.

Kubas Autokönig David Peña, der in der Autorennszene nur als McQueen bekannt ist, verschaffte dem Team Zugang zu der legendären Autowelt des Landes. Er sollte die besten Oldtimer der Insel zusammentragen, und zwar als Hintergrund für die kubanische Variante einer typischen „Fast & Furious“-Tuning-Party. Die Luftaufnahmen von Havannah stellten einen besonderen Moment für die Produktion dar. Es war das erste Mal überhaupt, das ein amerikanischer Helikopter im kubanischen Luftraum verkehrte.

© Universal Pictures

Die Drehorte in Island, die für die Russland-Sequenz und die gefrorene Barentsee dienten, waren sehr weit abgelegen. Hinzu kamen Temperaturen weit unter Null, die alles beeinflussten, von der Instandhaltung der Fahrzeuge sowie deren Leistung auf dem Eis und in der Höchstgeschwindigkeit, auf die Razatos und sein Team sie bei der kolossalen Autos-gegen-U-Boot-Sequenz bringen mussten. Während der Vorproduktion rüsteten Auto-Koordinator McCarthy und sein Team in seiner Werkstatt in Südkalifornien eine ganze Flotte von Fahrzeugen für die arktischen Bedingungen auf und verschifften sie nach Island. Ein Großteil der Szenen entstand auf dem See Mývatn, der bereits für „Noah” oder auch „Game of Thrones” als Filmkulisse diente.

„Fast & Furious 8” Drehort Mývatn, Island © Andrea David

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