Filmstart: 2. Februar 2017

Das Buch ist ein Bestseller, die gleichnamige Fernsehserie war ein Straßenfeger. Regisseur Andreas Dresen („Sommer vorm Balkon”) hat James Krüss’ Jugendroman „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen” als modernen, fantasievollen Märchenfilm neu interpretiert: Timm Thaler (Arved Friese) lebt in ärmlichen Verhältnissen, doch er lacht gern und viel. Sein Lachen ist so bezaubernd und ansteckend, dass der dämonische Baron Lefuet (Justus von Dohnányi) es um jeden Preis besitzen will und dem Jungen ein unmoralisches Angebot macht. Thomas Ohrner, der durch seine Rolle als Timm Thaler in der ZDF-Serie berühmt wurde, ist in einer Gastrolle zu sehen.

Die Dreharbeiten begannen im September 2015 in Halle an der Saale. Szenenbildner Uli Hanisch („Das Parfum”) baute mit seinem Team eine unsanierte Nebengasse im Herzen der Altstadt zu Timm Thalers Nachbarschaft um. Jedes Anzeichen moderner Zivilisation wurde entfernt oder verdeckt, um den Häusern den märchenhaften Charme eines Armenviertels der 1920er Jahre zu geben. Die Fassaden wurden präpariert, Fenster und Türen ausgetauscht, das Ende der Gasse wurde mit künstlich gebauten Häuserfronten verlängert. Die Innenaufnahmen in der Wohnung und im Treppenhaus der Familie Thaler fanden in einem anderen Wohnhaus in Halle statt. Studios wurden für „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen” nicht genutzt. Regisseur Andreas Dresen und Kameramann Michael Hammon drehten nur an realen Orten.

© 2016 Constantin Film Verleih GmbH/Gordon Mühle

Zu Beginn des Films träumen Timm Thaler und sein Vater (Bjarne Mädel) davon, nur ein einziges Mal in ihrem Leben ein Hähnchen im feinsten Hotel der Stadt essen zu können. Nach dem Tod des Vaters flieht Timm Thaler vor seiner Stiefmutter und arbeitet in diesem Grand Hotel als Liftboy. „Das Hotel zu finden, war eine unserer größten Herausforderungen“, sagt Andreas Dresen. Weil die mehrtägigen Dreharbeiten den laufenden Betrieb eines echten Luxushotels stark beeinträchtigt hätten, beschlossen die Filmemacher, ihr eigenes Hotel zu erschaffen. Die Außenaufnahmen erfolgten am Verwaltungsgericht in Berlin-Schöneberg.

© 2016 Constantin Film Verleih GmbH/Gordon Mühle

Dessen repräsentative Rückseite ist dem Kleist-Park zugewandt und bot reichlich Platz für vorfahrende Oldtimer. So viele Etagen wie im Film hat das Gerichtsgebäude in Wahrheit nicht. „Die Hotelaufbauten wurden bei Arri Media in München digital ergänzt“, verrät Andreas Dresen. Das Foyer des Amtsgerichts Mitte am Alexanderplatz wurde zur Hotellobby umgestaltet. Das Gebäude mit seinem markanten Treppenhaus stand aber nur an Wochenenden zur Verfügung und stellte die Szenenbildner vor eine logistische Herausforderung.

Ida (Jule Hermann) geht mit Timm besonders gern ins Lichtspielhaus Maxim geht, um sich bei den neuesten Komödien an seinem ansteckenden Lachen zu erfreuen. Die Innenaufnahmen im Kinosaal entstanden in einem regionalen Arthaus-Kino im brandenburgischen Kleinmachnow, für die Außenaufnahmen wurde der Hintereingang eines Fakultätsgebäudes der Universität Halle zum Kino umgestaltet. Timm Thalers Schule stand in Berlin-Pankow.

© 2016 Constantin Film Verleih GmbH/Gordon Mühle

Mehrere Schlüsselszenen des Films spielen auf der Pferderennbahn. Andreas Dresen und sein Team drehten an zwei verschiedenen Orten. Auf der Galopprennbahn Halle, auch Passendorfer Wiesen genannt, liefen die Pferde über den 2,4 Kilometer langen Kurs. Auf der im Jahr 1913 gebauten Haupttribüne standen mehr als 200 Statisten in historischen Kostümen und feuerten die Jockeys an.

© 2016 Constantin Film Verleih GmbH/Gordon Mühle

Als Backstage-Bereich der Rennbahn kamen die Verkaufsbuden, Wettschalter und Eingangsbereiche der Galopprennbahn Hoppegarten zum Einsatz. Die Anlage, die 1868 östlich von Berlin gegründet wurde, steht heute unter Natur- und teilweise unter Denkmalschutz. Die Machtzentrale des teuflischen Barons ist die alte Fechthalle auf dem Olympiagelände in Berlin, heute der Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports.

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