Dieser Beitrag entstand mit finanzieller Unterstützung von Visit Norway.
Und Action! Auf meinen Reisen durch Norwegen habe ich mich ganz von Filmen und Serien leiten lassen und es nicht bereut:
Die besuchten Drehorte, einige davon abseits der üblichen Touristenpfade, haben mich durchweg alle begeistert. Mal aufgrund der herrlichen Fjordlandschaft, mal aufgrund der architektonischen Highlights.
Die Schauplätze dieser Filme und Serien könnt ihr entweder zuhause auf dem Bildschirm bewundern oder hoffentlich bald selbst in Norwegen besuchen:
1) Tenet
In Christopher Nolans Filmwerk „Tenet“ trifft Science Fiction auf Spionagethriller. In der Hauptrolle des Filmes hat John David Washington keine geringere Aufgabe als die gesamte Welt vor dem Untergang zu bewahren. Auf seiner Mission scheinen jedoch die Gesetze der Zeit nicht mehr zu gelten.
Einer der Schauplätze des Filmes ist Norwegens Hauptstadt Oslo, die eines ihrer beeindruckendsten Bauwerke als Drehort zur Verfügung stellte: Auf dem Dach des Neuen Opernhauses unterhalten sich der Protagonist und Neil (Robert Pattinson) über einen Flugzeugunfall.

Das Gebäude, das seit 2008 als Spielstätte der Norwegischen Oper dient, scheint mit seiner futuristischen Architektur und der strahlenden Fassade aus weißem Marmor wie gemacht für einen Nolan-Film.
Das Operndach ist für Besucher übrigens frei zugänglich und bietet einen schönen Blick auf die Stadt und den Oslofjord.

Wer der Oper im Stadtviertel Bjørvika einen Besuch abstattet, sollte bei der Gelegenheit unbedingt auch einen Blick in die erst im Juni 2020 eröffnete Bibliothek Deichman werfen, die sich gleich daneben befindet.
Neben einer umfangreichen Büchersammlung umfasst diese auch ein Kino und ein Restaurant.
Weitere Infos:
Reiseguide Oslo
Opernhaus Oslo
Bibliothek Deichman
2) Keine Zeit zu sterben
James Bond, der in „Keine Zeit zu sterben“ zum letzten Mal von Daniel Craig verkörpert wird, hat sich eigentlich auf Jamaika zur Ruhe gesetzt, wird jedoch noch einmal mit einer riskanten Mission beauftragt, um einen Wissenschaftler zu retten.
Im Trailer des Filmes sieht man ein Mädchen auf einem zugefrorenen See vor einem maskierten Mann flüchten. Bei diesem See handelt es sich um den Langvann nahe dem Dorf Hakadal, welches sich in der Region Akerhus nördlich von Oslo befindet. Vom Parkplatz hinter dem Bahnhof Hakadal aus dauert die Wanderung durch den Wald zum ruhig gelegenen Langvann nur etwa eine Stunde.

Und noch eine weitere Location aus Norwegen wird im Film zu sehen sein: Eine der schönsten Straßen des Landes, die Atlantikstraße, die sich über sieben Brücken von Insel zu Insel schwingt, dient als perfekter Schauplatz für eine wilde Verfolgungsjagd.

Besonders beeindruckend ist die Storseisundbrua, die größte Brücke der Strecke und gleichzeitig auch ihr Wahrzeichen.
Weitere Infos:
Region Romerike
Atlantikstraße
3) Schneemann
In den Harry-Hole-Kriminalromanen des norwegischen Autors Jo Nesbø spielt Oslo meist die Hauptrolle und viele Details der Geschichten beziehen sich auf reale Orte der Stadt.
In der Verfilmung des Buches „Schneemann“, in dem Michael Fassbender die Rolle des Ermittlers Harry Hole übernimmt, kommen diese teilweise auch als Drehorte zum Einsatz.

Darunter befinden sich zum Beispiel das Restaurant Schrøder in der Waldemar Thanes Gate 8, übrigens eine gute Adresse für die norwegische Küche, das Frammuseum, das Henie Onstad Kunstsenter, die Arena Oslo Spektrum, die Skisprungschanze Holmenkollen und das Rathaus von Oslo, in dem im Film die Kandidatur Oslos für die Winterspiele mit einer großen Gala gefeiert wird.

Weitere Drehorte des Filmes, die auch Besucher interessant sind, sind außerdem der Hafen von Bergen, der Berg Ulriken, die Bergenbahn und ebenfalls die Atlantikstraße.
Weitere Infos:
Reiseguide Oslo
Reiseguide Bergen
Die Bergenbahn
4) Harry Potter und der Halbblutprinz
Die magische Welt rund um den berühmten Zauberschüler Harry Potter verortet man ja gerne in England und Schottland, doch tatsächlich wurde auch eine Szene in Norwegen gedreht.
Und zwar diente die Eisenbahnstrecke der Raumabahn in der Nähe des Ortes Bjorli als Kulisse für die Fahrt des Hogwarts-Express durch die verschneite Landschaft in „Harry Potter und der Halbblutprinz”, dem sechsten Film der Reihe.

Die Innenaufnahmen der Szene, in der sich Harry (Daniel Radcliffe) und Ron (Rupert Grint) über den unbrechbaren Fluch von Snape unterhalten, entstanden in einem Museumszug, der dem Norwegischen Eisenbahnclub gehört.
Die Crew übernachtete während der Dreharbeiten im Bjorligard Hotel, welches jedoch mittlerweile leider geschlossen ist.

Wer die malerische Strecke nicht ohnehin mit der Raumabahn fährt und stattdessen mit dem Auto unterwegs ist, dem empfehle ich auf jeden Fall einige Stopps entlang des Rauma einzuplanen, um live zu sehen und zu hören wie der Wildfluss durch das schöne Hochtal Romsdal rauscht.
Weitere Infos:
Die Raumabahn
Region Bjorli & Lesja
5) Ex Machina
Im Science-Fiction-Thriller „Ex Machina” gewinnt Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) einen Aufenthalt im privaten Refugium des superreichen Firmenchefs Nathan (Oscar Isaac) und soll dort die künstliche Intelligenz von Robotermädchen Ava (Alicia Vikander) bewerten. Fast der komplette Film spielt auf einem hochtechnisierten Anwesen im Herzen von Alaska.
Bei dem geheimnisvollen Schauplatz inmitten unberührter Wildnis handelt es sich in Wahrheit um das Juvet Landscape Hotel in Valldal, nördlich des Norddalsfjords.
Das Hotel ist tatsächlich in eine atemberaubende Landschaft eingebettet, auf die man aus den einzelnen, modern designten Chalets einen fantastischen Blick hat.

Die Unterkünfte wurden von den norwegischen Architekten Jensen und Skodvin entworfen. Ebenso wie auch der Spa-Bereich des Hotels, in dem die meisten Szenen des Filmes gedreht wurden.
Auf der kleinen Terrasse vor dem Spa trifft Caleb zum allerersten Mal auf Nathan. Für die Gäste befindet sich dort ein Whirlpool, von dem aus man direkt auf den Fluss und die imposante Bergkulisse blickt.


Zwar entstanden auch einige Szenen im Studio und in einem privaten Haus, aber sowohl die Wiese, auf der in „Ex Machina“ der Hubschrauber Caleb absetzt, als auch die Stelle am Fluss, an der Ava wiederum auf den Hubschrauber wartet, befinden sich beide nur einen kleinen Spaziergang vom Spa entfernt.
Das Juvet Hotel hatte zuletzt übrigens auch in einer Episode der Serie „Succession“ einen Auftritt. In Folge 5 der vierten Staffel reist die Familie Roy nach Norwegen, um mit dem Schweden Mattson (Alexander Skarsgård) Geschäfte zu machen. Für den Dreh wurden sowohl die Chalets als auch das Konferenzgebäude des Hotels genutzt.

Je nachdem aus welcher Richtung man zum Juvet Hotel anreist, empfehle ich bei der An- oder Abreise den Trollstigen zu fahren.
Die Gebirgsstraße liefert mit ihren elf Haarnadelkurven an den steil aufragenden Felswänden und den eindrucksvollen Wasserfällen auf jeden Fall einen filmreifen Anblick. Am oberen Ende gibt es ein Besucherzentrum mit mehreren Aussichtsplattformen.
Weitere Infos:
Juvet Landscape Hotel
Der Trollstiegen
6) The Wave – Die Todeswelle
Die Geschichte des norwegischen Katastrophenfilms „The Wave“ von Roar Uthaug ist am Geirangerfjord angesiedelt und von einem realen Felsbruch und die dadurch ausgelöste Flutwelle, welche 1934 ein Dorf im Tafjord verwüstete, inspiriert. Tatsächlich wird auch eine Felsspalte im Berg Åkernes am Geirangerfjord laufend streng überwacht.
In der Hauptrolle des Filmes ist Kristoffer Joner als erfahrener Geologe Kristian zu sehen, der es an seinem letzten Arbeitstag im Erdrutsch-Frühwarnzentrum Geiranger mit einer Katastrophe zu tun bekommt, als gewaltige Felsbrocken in den Fjord stürzen und den von ihm befürchteten Tsunami auslösen. Inmitten der Panik versucht Kristian seine Familie in Sicherheit zu bringen.

Wichtiger Schauplatz und Drehort ist neben dem Geirangerfjord auch das Hotel Geiranger, in dem Kristians Frau Idun (Ane Dahl Torp) arbeitet und sich aufgrund der nahenden Flutwelle in einen Bunker rettet.
Der Hoteleingang ist im Film am Maråkvegen zu sehen, in Realität befindet sich dieser jedoch am oberen Hauptgebäude.

Eine Fahrt durch den Geirangerfjord, ohne Frage einer der schönsten Fjorde in ganz Norwegen, sollte man nicht verpassen, denn hier kann man zahlreiche steil herabstürzende Wasserfälle bewundern, darunter die berühmten Sieben Schwestern.
Den besten Blick von oben gibt es an den Aussichtspunkten Flydalsjuvet oder Ørnesvingen, übersetzt Adlerschwinge.

Tipp: Die Fortsetzung des Filmes „The Quake – Das große Beben“, der drei Jahre nach der Naturkatastrophe im Geirangerfjord ansetzt, spielt komplett in Oslo.
Weitere Infos:
Hotel Geiranger
Geirangerfjord
7) Dune
Mit „Dune“ brachte Regisseur Denis Villeneuve die Neuverfilmung des gleichnamigen, populären Sci-Fi-Romans von Frank Herbert zurück auf die Kinoleinwand. Im Film muss ein begabter junger Mann zu einem der gefährlichsten Planeten des Universums reisen, um die Zukunft seiner Familie und die seines Volkes zu sichern.
Als Kulisse für Pauls Heimatplaneten Caladan diente die norwegische Halbinsel Stadlandet, deren schöne Landschaft zum Vorschein kommt, wenn Paul (Timothée Chalamet) am Strand entlangspaziert oder sich mit seinem Vater Herzog Leto Atreides (Oscar Isaac) unterhält, bevor er sich schließlich nach Arrakis begibt.

Der traumhafte Strand mit den grünen Hügeln im Hintergrund, die ein wenig an Hawaii erinnern, befindet sich an der Westküste der Halbinsel Stadlandet in Indre Drage.

Wer Stadlandet einen Besuch abstattet, sollte unbedingt auch einen Stopp am Vestkapp einplanen.
Der tatsächlich westlichste Punkt Norwegen liegt zwar weiter südlich, doch das markante Kap thront 500 Meter über dem Meer und bei guter Sicht kann man von hier aus in alle Richtungen weit in die Ferne blicken.
Weitere Infos:
8) Star Wars: Das Imperium schlägt zurück
Während das Star-Wars-Universum immer weiter wächst und wächst, sind die Schauplätze der originalen Trilogie längst Kult. Dazu gehört auch der Eisplanet Hoth, auf dem in der fünften Episode „Das Imperium schlägt zurück“ der neue geheime Stützpunkt der Rebellen von den Streitkräften um Darth Vader aufgespürt wird.
Die Szenen, in denen Han Solo (Harrison Ford) und Luke Skywalker (Mark Hamill), sowohl der eisigen Kälte als auch dem Angriff der imperialen AT-ATs trotzen müssen, wurden 1979 in und um das Dorf Finse am Rande des Gletschers Hardangerjøkul gedreht. Verschiedene Wanderwege führen um den See Finsevatnet und in das Gletschergebiet.


Star-Wars-Fans werden die Berglandschaft hier leicht wiedererkennen. Im Winter sollte man jedoch nicht alleine ohne Guide losziehen.
Der Bahnhof Finse liegt auf 1.222 m und gleich daneben befindet sich das Hotel Finse 1222, in dem die Filmcrew während der Dreharbeiten untergebracht war.

Gleich hinter dem Hotel entstanden die Szenen, in denen Luke nach seiner groben Begegnung mit einem Wampa entkräftet durch den Schnee robbt und Obi-Wan Kenobi ihn anweist, sich zum Dagobah-System zu Meister Yoda zu begeben.
Im Februar veranstaltet das Hotel übrigens hin und wieder Fanevents, zu denen auch eine Drehorttour mit Hundeschlitten gehört.

Schon die Anreise mit der Bahn ist übrigens ein Highlight. Ich empfehle die Flåmbahn von Flåm hinauf ins Hochgebirge bis zur Bahnstation Myrdal zu nehmen und dort dann in die Bergenbahn nach Finse umzusteigen.
Beide Verbindungen gehören zu den schönsten Zugstrecken auf der Welt, oder in diesem Fall in einer weit weit entfernten Galaxis.
Weitere Infos:
9) Ragnarök
Ragnarök ist eigentlich die Sage vom Untergang der Götter. In der gleichnamigen Netflix-Serie hingegen tragen die Götter und Riesen der Nordischen Mythologie ihre Konflikte in der modernen Zeit aus.
Schauplatz der Geschichte ist der am Fjord gelegene Ort Edda, in den die Brüder Magne (David Stakston) und Laurits (Jonas Strand Gravli) zusammen mit ihrer verwitweten Mutter zurückkehren.
Die Stadt leidet unter rätselhaften Umweltschäden, denen Magne nachforscht. Als er plötzlich übernatürliche Kräfte entwickelt, ist das der reichen Familie Jutul ein Dorn im Auge.


Fast alle Drehorte der Serie vom Hafen bis zur Schule befinden sich in der Stadt Odda am Sørfjord, einem Seitenarm des Hardangerfjords, und wurden, bis auf das Anwesen der Familie Jutul, kaum für den Bildschirm verändert.
Netflix hat der Stadt sogar einen Gedenkstein zur Serie vermacht, der in der Nähe des Torget am Wasser aufgestellt wurde.

Odda ist auch ein beliebter Ausgangspunkt für Touristen, die eine Wanderung zur Trolltunga planen. Der beeindruckende Felsvorsprung zehn Kilometer nordöstlich der Stadt ist ebenfalls in „Ragnarök“ zu sehen.

Weitere Infos:
Der Hardangerfjord
Die Trolltunga
10) Mission: Impossible – Fallout
Auf den Spuren des Geheimagenten Ethan Hunt (Tom Cruise) sollte man möglichst schwindelfrei sein.
Das betrifft besonders die Zweikampf-Szene zwischen Hunt und dem Schurken John Lark (Henry Cavill) am Ende von „Mission: Impossible – Fallout“, denn sie spielt am Rand einer messerscharfen Klippe im Himalaya-Gebirge in Kaschmir.


In Realität wurde der Showdown jedoch auf dem berühmten Preikestolen, auf Deutsch Predigtstuhl, gedreht. Zum Felsplateau führt eine etwa zweistündige Wanderung, die mit einem herrlichen Blick über den Lysefjord belohnt wird.
Alternativ besteht die Möglichkeit die etwa 600 Meter hohe Felskanzel vom Boot aus zu besichtigen, zum Beispiel von der Hafenstadt Stavanger aus.

Tom Cruise scheint es in Norwegen sehr gut gefallen zu haben, jedenfalls kehrte er für die Dreharbeiten zu „Mission: Impossible – Dead Reckoning 1“ nach Fjordnorwegen zurück.
Als Kulisse für actionreiche Szenen dienten die Region rund um Åndalsnes, Trollveggen sowie Helsetkopen, Møre og Romsdal.
Weitere Infos:
Der Preikestolen
Region Stavanger Ryfylke
Reiseguide Åndalsnes
11) Weihnachten zu Hause
Die norwegische Netflix-Serie „Weihnachten zu Hause“ (Originaltitel: „Hjem til jul“) erfreut sich durch ihren besonderen Witz und Charme bereits seit ihrem Start im Jahr 2019 großer Beliebtheit.
Die Handlung dreht sich um die Krankenpflegerin Johanne (Ida Elise Broch), die auf Druck ihrer Familie auf der Suche nach einer passenden Begleitung für den Heiligen Abend ist und dabei auch den Wunsch nach einer erfüllten Liebesbeziehung hegt. Begleitet wird diese Suche von zahlreichen chaotischen Dating-Abenteuern, mal in der Sauna, mal im Escape Room, mal auf dem Pferdeschlitten.

Die perfekte winterliche Kulisse für die Suche nach der großen Liebe rund um Weihnachten bietet die norwegische Kleinstadt Røros. Diese befindet sich in der Region Trøndelag, etwa fünf Autostunden nördlich von Oslo.
In Røros sieht man Johanne regelmäßig durch die verschneiten Straßen spazieren oder mit dem Tretschlitten, auch Spark genannt, herumfahren. Einen eigenen Spark kann man sich bei der Touristinfo ausleihen.

Besonders häufig ist in „Weihnachten zu Hause“ die Hauptstraße Kjerkgata zu sehen. Sie gehört mit ihren bunten Holzhäusern und Handwerksläden sogar zum Unesco-Kulturerbe.
Røros gilt im Winter als eine der kältesten Städte Norwegens und ist mit seinen Temperaturen unter Null Grad auch eine schneesichere Location für Film und Fernsehen.
Neben „Weihnachten zu Hause“ wurde Røros daher schon häufig für Filmproduktionen genutzt, beispielsweise für den britisch-französischen Film „Nora“ mit Jane Fonda in der Hauptrolle oder auch die norwegische Serie „Jul i Blåfjell”.
Und auch für die Winterszenen des Pippi-Langstrumpf-Filmes „Pippi geht von Bord“ reiste das Filmteam nach Norwegen, um in Røros auf den hügeligen Slegghaugan, sogenannte Schlackereste aus der Zeit der Kupferschmelze, und in der angrenzenden Straße Sleggveien zu drehen. Hier sieht man im Film wie Pippi einen riesigen Schneeball die Straße runterrollen lässt.

Anders als in der Serie „Weihnachten zu Hause“ dargestellt, befindet sich Johannes Zuhause mit dem rosafarbenen Tor in Wahrheit nicht in Røros, sondern in Oslo.
Die genaue Adresse ist die Normannsgata 21B im Osloer Stadtteil Kampen. Ab 2026 kann das Haus auch für Gäste auf AirBnB gebucht werden.

Die Eisfläche, auf der Johanne immer mal wieder beim Schlittschuhfahren zu sehen ist, befindet beim Musikpavillon im Kirkeparken in Moss, eine Autostunde südlich von Oslo.
Weitere Aufnahmen entstanden an der Holmenkollen Skisprungschanze nördlich von Oslo.
Weitere Infos:
Region Røros & Østerdalen
Östliches Oslo
12) Sentimental Value
Mit dem Familiendrama „Sentimental Value“ gelingt dem Regisseur Joachim Trier ein vielschichtiges Meisterwerk über Beziehungen und Gefühle. Mit großer Leichtigkeit und viel Humor wird die Geschichte einer Familie erzählt, die dem Zuschauer noch lange im Kopf und im Herzen bleibt:
Die Schwestern Nora (Renate Reinsve) und Agnes (Inga Ibsdotter Lilleaas) verbindet eine komplexe Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nun steht Gustav (Stellan Skarsgård) nach Jahren der Funkstille plötzlich wieder vor der Tür. Mit dabei hat er das emotionale Gepäck eines halben Lebens. Vielleicht ist es doch nicht zu spät für einen Neuanfang?

Wichtigster Schauplatz des Filmes ist das Familienhaus in der Thomas Heftyes Gate 25 im Stadtteil Frogner in Oslo. Dabei war die Auswahl dieses Drehortes für die Außenaufnahmen ebenso herausfordernd und zeitaufwändig wie die Besetzung der Hauptrollen.
Im Film wirkt das Haus der Borgs wie ein lebendiges Wesen, das still das Verhalten der Menschen beobachtet, die es über mehrere Generationen hinweg bevölkern.
Dasselbe Haus ist auch schon in Joachim Triers Filmdrama „Oslo, 31. August“ zu sehen.


Das Lokal, in dem Nora ihren Vater trifft ist das traditionelle Lorry im Parkveien 12, ebenfalls in Oslo.
Das urig eingerichtete Restaurant gibt es bereits seit den 1870 Jahren und ist eine echte Institution. Es befindet sich gleich hinter dem Königlichen Schloss.
Hier werden traditionelle Gerichte und serviert und die Wände sind mit zahlreichen Kunstwerken geschmückt. Das Lorry ist mit 128 Sorten außerdem für seine große, internationale Auswahl an Bieren bekannt.

An den Sitzbänken finden sich Plaketten mit den Namen berühmter Personen und 2026 wird hier auch Regisseur Joachim Trier seine eigene kleine Tafel bekommen.
Weitere Infos:
13) Troll
Mit dem Action-Fantasyabenteuer „Troll“ gelang dem norwegischen Regisseur Roar Uthaug ein Netflix-Überraschungserfolg, auf den 2025 schließlich die Fortsetzung „Troll 2“ folgte.
Im ersten Film „Troll“ spielt vor allem Oslo eine zentrale Rolle als Schauplatz, wobei das moderne Stadtleben den wiedererwachten uralten Kräften gegenübersteht.
Zu den Drehorten gehören hier vor allem das Königliche Schloss sowie die angrenzende Prachtstraße Karl Johans gate, auf der es zu einer Verfolgungsjagd mit dem Troll kommt. Die Flaniermeile führt vom Schloss in das Stadtzentrum und gehört teilweise zur Fußgängerzone.


Eine wichtige Rolle in „Troll 2“ übernimmt der Nidarosdom in Trondheim.
Sowohl im Dom selbst als auch rund um das Bauwerk entstanden die Szenen der zweiten Hälfte des Filmes sowie der spannende Showdown am nahegelegenen Flussufer.

Der prächtige Dom verleiht dem Film eine kraftvolle, mythische Atmosphäre, die perfekt zur Filmwelt passt. Im Mittelalter und von 1818 bis 1906 war der Nidarosdom tatsächlich die Krönungsstätte der norwegischen Könige.
Weil hier der Schrein von Olaf dem Heiligen hinter dem Hochaltar stand, trug der Dom auch den Beinamen „Herz Norwegens“.


Zu den weiteren Drehorten von „Troll 2“ gehören der St. Olavsleden, Norwegens berühmtester Pilgerweg, das historische Wasserkraftwerk von Vemork in der Nähe von Rjukan sowie Maridalen und das Skigebiet Hemsedal, wo ein echter After-Ski-Club als Kulisse für die dramatische Angriffsszene dient.
In beiden Filmen spielt das Gebirge Jotunheimen eine bedeutende Rolle, denn in der nordischen Mythologie ist es die Heimat der Riesen (Jötnar). In Realität handelt es sich mit insgesamt mehr als 200 Gipfeln über 2.000 Metern Höhe um die höchste Gebirgskette Norwegens. Sowohl im ersten als auch zweiten Film ist das Tal Bøverdalen als beeindruckende Kulisse zu sehen.
Im Jotunheimen Nationalparks erstreckt sich ein riesiges Gebiet mit zahlreichen Wander-, Kletter- und Wintersportmöglichkeiten. Dabei dienen viele Berghütten und -hotels als Ausgangspunkte für Touren.
Weitere Infos:
Nidarosdomen in Trondheim
Troll-Guide für Norwegen
Natürlich gibt es noch viele weitere Produktionen, die in Norwegen gedreht wurden, zum Beispiel die Sci-Fi-Tragikomödie „Downsizing“ mit Matt Damon auf den Lofoten, die Serie „Vikings“, die unter anderem im Südwesten Norwegens entstand, oder auch der Marvel-Film „Black Widow“ mit Scarlett Johansson, der in der Küstenregion Sunnmøre gedreht wurde.

Falls euch noch weitere Filme, Serien oder Drehorte einfallen, ergänzt diese gerne in den Kommentaren.

