Filmstart: 13. November 1997

Der Spielfilm „Sieben Jahre in Tibet“ von Jean-Jacques Annaud basiert auf dem gleichnamigen Buch des Bergsteigers Heinrich Harrer über seinen Aufenthalt in Tibet. Harrer, gespielt von Brad Pitt, lernt den Dalai Lama kennen und bringt diesem die Welt außerhalb Tibets näher. Nur wenige Szenen wurden aus politischen Gründen tatsächlich in Tibet aufgenommen. Die Filmcrew konnte nur unter dem Vorwand, einen Dokumentarfilm zu drehen, ein paar Aufnahmen am Originalschauplatz machen. Der Film wurde daher hauptsächlich in und um Uspallata, nahe Mendoza im Norden Argentiniens, gedreht.

Uspallata, Argentinien © Andrea David

Uspallata, Argentinien © Andrea David

Der Drehort befindet sich am Fuße der Anden und in monatelangen Vorbereitungen wurde dort die heilige Stadt Lhasa aufgebaut. Sowohl tibetische Mönche, Lebensmittel und sogar Yaks wurden eingeflogen, um den Ort möglichst wahrheitsgetreu nachzubilden. Heute erinnert in Uspallata nur noch wenig an den Filmdreh. Lediglich das Ortsschild mit dem Hinweis „Lugar de película“ (Drehort) und ein Tempel, dessen Kulissen für ein Restaurant erhalten wurden, weisen auf die Dreharbeiten hin.

Uspallata, Argentinien © Andrea David

Uspallata, Argentinien © Andrea David

Die Szenen der Besteigung des Nanga Parbat wurden in Kanada im Norden von Vancouver bei Campbell River gedreht. Wegen des unzugänglichen Geländes und großer Schneemassen mussten die Darsteller und das Material per Helikopter in die Höhen gebracht werden.

Die imposante Schlussszene in der Heinrich Harrer mit seinem Sohn die Alpen erklimmt, wurde unter großem Aufwand in Österreich gedreht, in Osttirol bei Lienz  sowie in Asten in einem Seitental des Oberen Mölltals in Kärnten. Der Bahnhof, der im Film den Hauptbahnhof von Graz darstellt, auf dem sich Heinrich Harrer von seiner schwangeren Frau und einem guten Freund verabschiedet, ist jedoch der Hauptbahnhof von La Plata, einer Stadt südlich von Buenos Aires.

Sowohl die Hauptdarsteller Brad Pitt, David Thewlis und Jamyang Jamtsho Wangchuk als auch der Regisseur Jean-Jacques Annaud erhielten, aufgrund des Filmes und damit der Darstellung der chinesischen Invasion in Tibet, ein Einreiseverbot in die Volksrepublik China, welches jedoch zwischenzeitlich wieder aufgehoben wurde.

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3 Responses

  1. Oli

    Das Chinaverbot von Annaud wurde übrigens inzwischen wieder aufgehoben, weil er den Roman „Zorn der Wölfe” verfilmen wollte. Er war da auch auf einer Pressekonferenz in China. Allerdings weiss nicht nicht, wie die Geschichte am Ende ausging, denn von der Absicht, Chinas ersten Bestsellerroman zu verfilmen, habe ich bisher nichts mehr gehört…

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