Hollywood-Legende Robert Redford feierte am 18. August 2016 seinen 80. Geburtstag! In den 1970er Jahren wuchs er zur Leinwandgröße heran und ist seitdem nicht mehr aus der Filmlandschaft wegzudenken. 2002 erhielt er schließlich den Ehrenoscar für sein Lebenswerk. Seine zahlreichen Filme, in denen er als Schauspieler, Regisseur oder Produzent arbeitete, führen uns rund um den Globus. Höchste Zeit also, mal ein paar Schauplätze seiner bekanntesten Werke und Lebensstationen herauszupicken:

 

New York

Einen seiner ersten Erfolge feierte Robert Redford an der Seite von Jane Fonda in der Komödie „Barfuß im Park” aus dem Jahr 1967. Darin verbringt er als frisch Vermählter Paul Bratter sechs Flittertage in einem Hotelzimmer des Luxushotels The Plaza am Central Park in New York. Das Plaza ist selbst ein großer Filmstar und ist beispielsweise in „Der unsichtbare Dritte” oder „Kevin - Allein in New York” zu sehen. In der melancholischen Schlussszene des Filmes „So wie wir waren” (1973), in der Redford als Hubbell Gardiner zufällig auf seine Filmpartnerin Barbra Streisand trifft, ist das Hotel ebenfalls zu sehen.

Jane Fonda und Robert Redford in "Barfuß im Park" © Paramount Pictures

Jane Fonda und Robert Redford in „Barfuß im Park” © Paramount Pictures

The Plaza Hotel, New York © Andrea David

The Plaza Hotel, New York © Andrea David

 

Utah

Den endgültigen internationalen Durchbruch seiner Karriere schaffte Redford 1969 als Zug- und Bankräuber Sundance Kid neben Paul Newman als Gangsterkollege Butch Cassidy im Western „Zwei Banditen” im Jahr 1969. Die gewaltigen Landschaftsaufnahmen des Filmes entstanden im Südwesten von Utah bei St. George an der Route 15. Im selben Jahr, in dem der Film startete, kaufte sich Redford in Utah ein Tal am Fuße des Timpanogos Bergmassivs in den Rocky Mountains und eröffnete dort später das Sundance Mountain Resort. Die Luxusherberge mit den gemütlichen Blockhütten ist auch heute noch eine beliebte Alternative zu den Skiresorts im etwa eine Stunde entfernten Salt Lake City. Redford selbst lebt wohnt nicht weit entfernt davon in einem Landhaus nahe der Stadt Provo.

Robert Redford als Sundance Kid in "Zwei Banditen" © Twentieth Century Fox

Robert Redford als Sundance Kid in „Zwei Banditen” © Twentieth Century Fox

Mount Timpanogos, Utah

Mount Timpanogos, Utah

 

Kenia

Mit dem Film „Jenseits von Afrika” avancierte Redford 1985 endgültig zum Frauenschwarm und Kenia zum Sehnsuchtsziel. Als charmanter Großwildjäger und Buschpilot Denys Finch Hatton gewinnt er das Herz der Kaffeefarmerin Karen Blixen, deren Rolle Meryl Streep übernahm. Zu den kitschigsten Bildern der Romanze gehören der gemeinsame Flug im gelben Propellerflugzeug durch einen gigantischen Schwarm Flamingos am Nakurusee und das Picknick im Savannengras im Masai Mara National Reserve, das auch das bekannte Filmplakat ziert. Während der Dreharbeiten wohnten Schauspieler und Crew im Kichwa Tembo Camp.

Meryl Streep und Robert Redford in "Jenseits von Afrika" © Universal Pictures Germany

Meryl Streep und Robert Redford in „Jenseits von Afrika” © Universal Pictures Germany

Masai Mara, Serengeti, Kenia

Masai Mara, Serengeti, Kenia

 

Montana

Zu den bekanntesten Rollen Robert Redfords bis heute gehört seine Besetzung als einfühlsamer Cowboy Tom Booker im Film „Der Pferdeflüsterer” (1998), für den er auch Regie führte. Darin verhilft er der jungen Scarlett Johansson nach einem Unfall zurück in den Pferdesattel und deren Filmmutter Kristin Scott Thomas, die Großstadthektik zu vergessen. Die heimliche Hauptrolle spielt jedoch die atemberaubende Berglandschaft Montanas in und um das Städtchen Big Timber. Für Redford bekanntes Terrain: ganz in der Nähe produzierte er schon 1992 das Drama „Aus der Mitte entspringt ein Fluss” mit einem fliegenfischenden und Montana-verliebten Brad Pitt.

Robert Redford in "Der Pferdeflüsterer" © Buena Vista International Film Production

Robert Redford in „Der Pferdeflüsterer” © Buena Vista International Film Production

Pferdeflüsterer Ranch, Boulder River, Montana © Andrea David

Pferdeflüsterer Ranch, Boulder River, Montana © Andrea David

 

Hamburg

2009 kam Redford nach Deutschland - nicht um einen Film zu drehen, doch um seine langjährige Freundin Sibylle Szaggars, die gebürtige Hamburgerin ist, zu heiraten. Die Trauung führte ein Pastor der Kirche St. Katharinen in Hamburg durch, anschließend feierte das Paar im engsten Familienkreis im Hotel Louis C. Jacob mit Blick auf die Elbe. Die beiden meiden den Hollywood-Rummel gerne, engagieren sich lieber für Politik und Umweltschutz. Redford unterstützt zudem seit langem unabhängige Filme mit dem Sundance Film Festival.

Hamburg © Andrea David

Elbe, Hamburg © Andrea David

 

Indischer Ozean

2013 bewies Redford, dass er sogar einen kompletten Abenteuerfilm völlig alleine ausfüllen kann, ganz ohne Text, ohne Filmpartner und ohne erkennbare Drehorte. In „All Is Lost” kämpft er als erfahrener Segler gegen alle Probleme und Widrigkeiten an, die einem auf hoher See widerfahren können. Als Set für den Indischen Ozean dienten übrigens unter anderem die riesigen Wassertanks der Baja Studios in Rosarito, Mexiko, in denen auch schon der Untergang der „Titanic” mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio gefilmt wurde.

Robert Redford in "All Is Lost" © SquareOne Entertainment

Robert Redford ganz alleine in „All Is Lost” © SquareOne Entertainment

 

Appalachian Trail

Auf eine spannende Reise macht sich Redford im 2015 erschienenen Film „Picknick mit Bären”, in dem er sich als Bill Bryson, zusammen mit Nick Nolte als Wanderpartner Stephen Katz, auf einen der schwierigsten Fernwanderwege der USA, den 3.500 Kilometer langen Appalachian Trail, begibt. Jährlich versuchen etwa 2.000 Wanderer den gesamten Trail von Georgia bis Maine durch die amerikanische Wildnis zu laufen. Auf dem offziellen Webauftritt des Appalachian Trail wirbt Robert Redford dafür, zum Schutz der Natur und des Wanderweges einige Verhaltensregeln zu beachten.

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Robert Redford und Nick Nolte in „Picknick mit Bären” © Alamode Film

Appalachian Trail, USA

Appalachian Trail, USA

 

Neuseeland

An Ruhestand ist bei Robert Redford auch mit 80 nicht zu denken und so ist er ab 25. August 2016, wieder auf der großen Leinwand zu sehen, diesmal als verschrobener Holzschnitzer Mr. Meacham in Disneys „Elliot, der Drache”. Den Kindern aus der Nachbarschaft des verschlafenen Städtchens Millhaven erzählt er darin Geschichten über einen wilden Drachen, der in den tiefen Wäldern des Pazifischen Nordwestens lebt. Als magische Filmkulisse diente Naturschönheit und Mittelerde-Star Neuseeland. In Ngongotaha nördlich des Rotorua Redwood Forest steht inmitten eines Wohngebiets ein älteres kleines Haus: Mr. Meachams Zuhause.

Bryce Dallas Howard und Robert Redford in "Elliot, der Drache" © 2016 Disney

Bryce Dallas Howard und Robert Redford in „Elliot, der Drache” © 2016 Disney

Filmszene aus „Elliot, der Drache” © 2016 Disney

Filmszene aus „Elliot, der Drache” © 2016 Disney

Zu seiner neuesten Rolle sagt Redford: „Ich bin selbst Erzähler und ich glaube an Geschichten. Meinen Kindern habe ich auch immer welche erzählt. Geschichten sind kostbar. ‚Es war einmal‘ ist für mich eine der großartigsten Redewendungen überhaupt. Wenn man als Kind die Worte ‚Es war einmal‘ hörte, wusste man: ‚Ah, jetzt kommt was Tolles.‘“

Es bleibt zu hoffen, dass uns Robert Redford noch für viele weitere Geschichten und Filme erhalten bleibt.

Über den Autor

Ich liebe Filme und Reisen und leidenschaftlich gerne verbinde ich das eine mit dem anderen. Seit über 10 Jahren reise ich auf den Spuren sehenswerter Filmschauplätze auf der ganzen Welt und teile hier Infos über die Drehorte alter und neuer Streifen. Mehr

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