Filmstart: 24. April 2019

Die Avengers-Reihe hat auf der Leinwand eine beispiellose Reise bewältigt und in den 11 Jahren seit dem Eintritt ins Marvel Cinematic Universe Stationen zurückgelegt, die mehrere Galaxien umspannen. Im neuesten Abenteuer „Avengers: Endgame“ aus diesem Universum steht so viel auf dem Spiel wie nie zuvor: Es kommt zum tödlichsten Showdown zwischen den Avengers und Thanos, dem mächtigsten und gefährlichsten Bösewicht des Universums.

Für „Avengers: Endgame“ wurden die Kameras an vielen Originalschauplätzen aufgestellt, doch der Großteil der Dreharbeiten fand in den Pinewood Atlanta Studios im US-Bundesstaat Georgia statt. „Angesichts der Größenordnung beider Projekte war es für uns ein enormer Vorteil, die Pinewood Atlanta Studios als Produktionsbasis für „Infinity War“ und „Engame“ haben zu können“, betont Regisseur Joe Russo. „Dadurch konnten wir dort einen Film drehen und parallel den anderen vorbereiten. Wenn man zwei Filme wie diese hintereinander drehen und stämmen will, dann muss alles unter einem Dach sein: Studiobühnen, Schnitträume, Produktionsbüros und die gesamte Crew.“

„Avengers: Endgame” in Atlanta © Marvel

Die ersten Szenen für „Avengers: Endgame“ wurden aber nicht in Georgia, sondern in Großbritannien gedreht. Und zwar bereits während der Dreharbeiten zu „Infinity War“. Nachdem dort einige Szenen des Films in Edinburgh gedreht wurden, zog das Produktionsteam weiter Richtung Süden für Aufnahmen zu „Avengers: Endgame“. Zu den Drehorten gehörte dort das Fischerdorf St. Abbs an der schottischen Südküste sowie die Durham Cathedral in England, die auch schon in die Rolle von Hogwarts in „Harry Potter“ schlüpfte.

„Avengers: Endgame” in Schottland © Marvel

„Die Durham Cathedral ist eine der spektakulärsten Kathedralen in ganz Europa“, schwärmt Joe Russo. „Sie ist einfach atemberaubend. Wir konnten uns wirklich glücklich schätzen, dort drehen zu dürfen. Denn die dort realisierte Szene bekam dadurch ein unglaublich episches Format, ohne den Einsatz digitaler Effekte. Ein Großteil dessen, was man in dieser Szene auf der Leinwand sehen wird, ist tatsächlich die Kathedrale. Für einen Regisseur ist es von unschätzbarem Wert, wenn er in einer Location dieser Größenordnung umherlaufen kann und ihm dann klar wird, wie er dort eine geplante Szene drehen kann. Und die Darstellungen wirken realistischer, weil die Schauspieler nicht vor einem Green Screen agieren müssen. Alles ist greif- und fühlbar.“

„Avengers: Endgame” Drehort, Durham Castle, England

Andrew Tremlett, Dekan der Durham Cathedral, gibt eine Einführung in die Besonderheit der Kathedrale und ihren Bau. „Man benötigte zwischen 30 und 40 Jahren, um sie zu errichten, solche Bauten wurden also nicht über Nacht gestemmt“, betont Tremlett. „Bemerkenswert ist an dieser Kathedrale, dass der zentrale Baukörper, der auch im Film zu sehen ist, kaum verändert wurde, seitdem sie errichtet worden war. Die gigantischen Säulen sind Originale, sie wurden alle von Hand erschaffen. Typisch an der gotischen Architektur ist diese düster-grüblerische Aura und der Lichteinfall, dieses Leuchten. Wie das Produktionsteam diese Kathedrale ausleuchtete, war sehr eindrucksvoll.“

Die Arbeit von Produktionsdesigner Charles Woods am Set wies so viele Details auf, dass selbst Kenner der Kathedrale nicht sagen konnten, was original oder hinzugefügt worden war. Wood und seine Mitarbeiter machten Gussabdrücke von den Oberflächensteinen, gingen damit zu Steinmetzen in Durham und ließen sich von ihnen die Technik zeigen, die sie bei notwendigen Restaurationen einsetzen. Als das Set schließlich gebaut wurde, wiesen die Gussformen Texturen auf, die perfekt zur bestehenden Architektur passten.

Avengers Headquarter © Marvel

Ein weiterer Originalschauplatz, der von Charles Wood und seinen Spezialisten verändert und an die Bedürfnisse des Drehbuchs angepasst wurde, war eine Straße im Zentrum von Tokio. Hier hat Hawkeye bei seiner Rückkehr ins Marvel Cinematic Universe einen dramatischen Auftritt. „Hawkeye verbirgt sich hier im Outfit eines Ronins (herrenloser Samurai)“, erläutert Drehbuchautor Stephen McFeely. „Unter dem Deckmantel, die Ordnung aufrechterhalten zu wollen, stiftet er in Tokio tatsächlich Chaos.“

© Marvel

„Im Hinblick auf den Umfang dieses Projekts, auf Dramaturgie und das erzählerische Element, war kein Mitarbeiter wertvoller für dieses Projekt als Charles Wood, unser Produktionsdesigner“, ist Joe Russo überzeugt. „Er hat Spektakuläres geleistet, hat viele unterschiedliche Drehorte, Stile, Töne und Universen zu einem einheitlichen großen Ganzen geformt. Er hat einen Look erschaffen, wie man ihn auf der Leinwand noch nicht oft gesehen hat – was die enorme Größe des Projekts und die Vielzahl an außergewöhnlichen Drehorten betrifft. Es war fantastisch und wirklich brillant.“

 

 

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