Actiongeladene Unterhaltung? Das klingt schon etwas abgegriffen, trifft es jedoch bei den Universal Studios finde ich am besten. Im Vergleich zu den anderen großen Filmstudios in Los Angeles kann man bei Universal nicht nur die Kulissen und Requisiten bekannter Filme bestaunen, sondern auch einen Freizeitpark mit verschiedenen Shows und animierten Abenteuerfahrten rund um beliebte Filmfiguren und Geschichten besuchen.

Zu den Highlights des Themenparks gehören meiner Meinung nach die Stunt Show „Waterworld”, der Simpsons Ride, die kurze, aber äußerst rasante Achterbahnfahrt „Revenge of the Mummy”, der Themenbereich zu „Jurassic World”, die haarsträubende (!) „The Walking Dead” Walk Through Attraction  sowie die „Wizarding World of Harry Potter”.

blank
Waterworld Stunt Show, Universal Studios Hollywood © Andrea David
blank
Jurassic Park Ride, Universal Studios Hollywood © Andrea David

Berühmte Filmrequisiten wie der DeLorean oder der Fluxkompensator aus „Zurück in die Zukunft” findet man im Filmmuseum NBC Universal, in dem Artefakte aus über 100 Jahren Filmgeschichte ausgestellt sind. Wer mehr über Hollywoods Trickkiste erfahren möchte, wird auf der „Special Effects Stage” über CGI, Motion-Capture und 3D aufgeklärt. Im „House of Horrors” begegnet man berühmten Horrorfilmcharakteren, um einiges friedlicher geht es wiederum bei der „Animal Actors”-Show zu.

blank
DeLorean aus „Zurück in die Zukunft” im Filmmuseum NBC Universal © Andrea David
blank
„Animal Actors” Show, Universal Studios Hollywood © Andrea David

Das Parkgelände ist riesig und ist zudem in ein oberes und unteres Gelände unterteilt. Je nachdem wie viel los ist, kann es schon mal 5-10 Minuten dauern bis man über die gigantische Rolltreppe von einem Bereich in den anderen gelangt. Im Sommer muss man außerdem mit langen Wartezeiten bei den beliebten Attraktionen rechnen. Das reguläre Ticket gestattet jedoch einen zweiten Besuch des Parks innerhalb von 7 Tagen. Wer nur einen Tag zur Verfügung hat, kann über einen Aufpreis von etwa € 50,- einen Express Pass kaufen, mit dem man die Warteschlange einmal je Fahrgeschäft abkürzen darf.

blank
Filmkulisse „Krieg der Welten”, Universal Studios Hollywood © Andrea David
blank
Filmkulisse „Der weiße Hai”, Amity Island, Universal Studios Hollywood © Andrea David

Bei der Studiotour im unteren Bereich des Geländes kommt man unter anderem an den Filmkulissen von „Zurück in die Zukunft”, „Der Weiße Hai” und „Krieg der Welten” vorbei. Zu sehen ist auch das „Psycho”-Haus mit einem Messer zückenden Norman Bates und die Colonial Street, welche schon für zahlreiche Filme als Kulisse und als Wisteria Lane in „Desperate Housewives” diente. Da das Studiogelände auch als Set für aktuelle Produktionen genutzt wird, kann sich die Tourroute allerdings immer mal wieder ändern. Leider weiß man daher nie 100%ig, ob man an Drehort XY vorbeikommt. Fester Bestandteil der Tour ist jedoch das von Peter Jackson konzipierte 3D-Erlebnis „King Kong”, bei dem man sich inmitten einer Schlacht zwischen einem 10 Meter großen T-Rex und King Kong wieder findet, oder auch das simulierte Erdbeben in der U-Bahn-Station. Herzklopfen garantiert!

blank
„Psycho” Haus, Universal Studios Hollywood © Andrea David
blank
Wisteria Lane aus „Desperate Housewives”, Universal Studios Hollywood © Andrea David

Außerhalb des Studiogeländes befindet sich übrigens der CityWalk, auf dem man unzählige Geschäfte und Restaurants findet und locker ein, zwei weitere Stunden verbringen kann.

blank
City Walk, Universal Studios Hollywood © Andrea David

Wer die Wartezeiten auf dem Parkgelände vermeiden und gleichzeitig mehr Zeit auf dem Studiogelände verbringen will, sollte sich überlegen, gleich die VIP-Tour zu buchen. Als VIP-Besucher erhält man nicht nur den „Front-of-Row”-Pass, sondern gelangt auch in Bereiche, die der breiten Masse nicht zugänglich ist. Dazu gehört in der Regel der Besuch einer Studiohalle, des Tonstudios und des kolossalen Kulissenlagers der Universal Studios. Außerdem sind ein leichtes Frühstück sowie ein wirklich erstklassiges Mittagessen im Preis inkludiert, welcher mit etwa € 300,- allerdings auch ordentlich zu Buche schlägt.

blank
Kulissenlager, Universal Studios Hollywood © Andrea David
blank
VIP Tour, Universal Studios Hollywood © Andrea David

Fazit:
In den Universal Studios Hollywood werden sämtliche Träume eines jeden Filmtouristen erfüllt: bekannte Filmsets, spannender Blick hinter die Kulissen und perfekte Inszenierung einzelner Filme. Es macht unheimlich viel Spaß, ist aber auch irre anstrengend! Aufgrund der Reizüberflutung sollte man sich am gleichen Tag besser nichts mehr vornehmen.

 

3 Responses

  1. Andrea David
    Willeke, Jörg

    Die Universal Studios in Los Angeles sind wirklich zu enpfehlen. Ich hatte die Gelegenheit 1999 und 2015 dort zu verweilen und auch die veränderungen wahrzunehmen.

    Tip: Übernachtung unbedingt auf der Queen Mary (Baujahre 1932 bis 1935) buchen. Nostalgie pur!

    Nebenbei:
    In -D- ist auch Halberstadt und Region für den Firmtouristen interessant.
    - Black Death
    - Monument Men
    - Medicus etc.

    Antworten
    • Andrea David
      Jens

      Auch Goslar bietet ein Hauch von Hollywood. Im Bergbau Rammelsberg drehten schon Stars wie Georg Clooney und Matt Damon und ein Wasserstudio gibt es dort auch das für den Fernsehfilm Das Wunder von Lengede extra gebaut wurde.

      Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.