Die Netflix-Serie „Bridgerton“ spielt in der Regency-Ära in England und basiert auf den berühmten Romanen der Autorin Julia Quinn.
Neben den Liebes- und Lebensgeschichten rund um die High Society sowie die adelige Familie Bridgerton, die Klatschkolumnistin Lady Whistledown gerne niederschreibt, bringen auch die romantischen Schauplätze der Serie die Zuschauer zum Träumen.
Die gute Nachricht: Viele der fürstlichen Herrenhäuser, schönen Parkanlagen und prunkvollen Ballsäle, die in mittlerweile vier Staffeln der Serie sowie in der Prequel-Serie „Queen Charlotte“ zu sehen sind, existieren wirklich und können sogar besucht werden.
Hier befinden sich die wichtigsten und schönsten „Bridgerton“-Drehorte:
Auf Zeitreise in Bath
Obwohl viele Ereignisse in „Bridgerton“ im Londoner Stadtviertel Mayfair’s spielen, fand ein Großteil der Dreharbeiten in Bath statt.
Die von den Römern gegründete Stadt im Südwesten Englands entwickelte sich im 18. Jahrhundert zum Treffpunkt der feinen Gesellschaft und erlebte eine Blütezeit als Kurstadt.
Bis heute ist das Stadtzentrum berühmt für seine Regency-Architektur und entführt die Besucher in eine andere Ära.

Einige Drehorte in Bath sind in der Serie regelmäßig zu sehen, wie zum Beispiel das Zuhause der Familie Featherington. In dessen Rolle schlüpft die Fassade der No.1 Royal Crescent in Bath.
Es ist in Wirklichkeit ein Museum aus dem 18. Jahrhundert, dekoriert und eingerichtet, wie es in der Zeit von 1776-1796 gewesen wäre. So kann man sich gut vorstellen, wie die Menschen in Bath damals lebten.
Das Haus mit dem Blick auf den Royal Victoria Park ist heute eines der schönsten noch erhaltenen georgianischen Gebäude in ganz Großbritannien und eine der Hauptkulissen der Serie.


Der Royal Crescent selbst, der „königliche Halbmond“, ist ebenfalls immer wieder in „Bridgerton“ zu sehen und diente bereits als Filmkulisse für den Film „Die Herzogin“ mit Keira Knightley und Ralph Fiennes.
In den mittleren Häusern des Rundbaus ist übrigens ein Hotel, das The Royal Crescent Hotel & Spa, untergebracht. Somit kann direkt am Drehort übernachtet werden.

In der Bath Street wurde für verschiedene Außenaufnahmen der Serie gedreht, beispielsweise als der Duke of Hastings (Regé-Jean Page) zum ersten Mal nach Mayfair kommt.
Am Ende der Bath Street befinden sich Cross Baths und das Thermae Bath Spa. Die Gegend ist auch als das „Spa Quarter of Bath“ bekannt.

Weitere Straßenszenen, die in Mayfair spielen, entstanden für mehrere „Bridgerton“-Folgen in der Trim Street, Barton Street, Abbey Green sowie am Beauford Square.



Der Teesalon und der Ballsaal der Assembly Rooms in Bath waren Schauplatz der Ballszenen in der ersten Staffel.
Die Räume stehen der Öffentlichkeit zur Besichtigung offen, können aber auch für eigene Veranstaltungen gemietet werden.

Ebenso taucht der Prior Park in vielen Szenen der Serie auf. Die Parkanlage, nur einen kurzen Spaziergang vom Hauptbahnhof von Bath entfernt, ist eines der berühmtesten Werke des Landschaftsarchitekten Capability Brown.
Weitere Parkszenen entstanden im historischen Painshill Park in der Nähe von Cobham, Surrey.

Das Zuhause von Lady Danbury (Adjoa Andoh) ist in Wahrheit das Holburne Museum am östlichen Ende der Great Pulteney Street in Bath.
Einst beherbergte das Gebäude, welches ursprünglich als Hotel erbaut wurde, die allererste Kunstgalerie in Bath und auch heute kann man hier Kunstwerke und historische Objekte aus mehreren Jahrhunderten, sowohl aus Großbritannien als auch anderen Ländern, betrachten. Unter anderem ist dort eine Perücke von Königin Charlotte ausgestellt.
In der Serie findet hier der erste Ball der Saison in der ersten Staffel statt. In der zweiten Staffel quartiert sich die Sharma-Familie hier ein. Und auch in späteren Episoden ist die Fassade des Museums zu sehen.



Das Abbey Deli in der Abbey Street eignet sich für einen kleinen Imbiss für hungrige Filmtouristen und verwandelt sich in „Bridgerton“ in das Bekleidungsgeschäft Modiste von Madame Delacroix (Kathryn Drysdale).


In Bath sollte man sich auf keinen Fall einen typischen englischen Afternoon Tea im Pump Room Restaurant mit begleitender Musik entgehen lassen.
Dabei handelt es sich zwar um keinen Drehort, jedoch fühlt man sich hier schnell in die Regency-Ära zurückversetzt.
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Das Zuhause der Bridgertons
Das Zuhause der Familie Bridgerton – dazu gehören Lady Violet (Ruth Gemmell) und ihre acht Kinder – wird durch das Ranger’s House repräsentiert, einst eine private Adelsresidenz im Londoner Stadtteil Greenwich.




Die elegante georgianische Villa am Rande von Greenwich Park ist als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt die Wernher Collection, die mehr als 700 Werke von Künstlern wie Botticelli, Monvaerni und Metsu umfasst.
Ein Teil von Greenwich gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, darunter die königliche Sternwarte, durch die der Nullmeridian läuft.
Das Old Royal Naval College liegt ebenfalls in Greenwich und ist die wohl am meistgefilmte historische Kulisse Englands.

Es taucht in allen Staffeln von „Bridgerton“ auf sowie in über hundert weiteren Filmproduktionen, wie beispielsweise „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Skyfall“, „Cruella“, „Enola Holmes“ oder „Die Eiserne Lady“.
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Zu Gast bei der Königin
Der Hampton Court Palace in London, der ehemalige Wohnsitz von Henry VIII., ist in „Bridgerton“ als Außenkulisse der opulenten Residenz von Königin Charlotte (Golda Rosheuvel) zu sehen.
Der Seriendrehort im Stadtteil Richmond, am Ufer der Themse gelegen, ist für Besucher geöffnet. Am besten verbindet man den Besuch mit einem Spaziergang durch den berühmten Richmond Park und den 60 Hektar großen Gärten des Palastes.
Er kam übrigens auch im Bridgerton-Spin-off „Queen Charlotte“ als Drehort zum Einsatz.

Die Innenaufnahmen von Queen Charlottes Palast entstanden hingegen im Lancaster House im Londoner Stadtteil St James. Hier klären der Duke of Hastings (Regé-Jean Page) und Daphne Bridgerton (Phoebe Dynevor) die Königin auch über die von Lady Whistledown gestreuten Gerüchte auf.
Mit seinen geschwungenen Treppen und der Grand Hall, die den Stil des Schlosses von Versailles widerspiegelt, ist das Gebäude ein beliebter Drehort für Historiendramen. In den beiden Serien „Downton Abbey“ und „The Crown“ diente das Lancaster House jeweils als Double für den Buckingham Palace.

Weitere Szenen im Palast mit dem weiß-goldenen Interieur wurden im Single und Double Cube Room des Wilton House in Wiltshire gedreht.
Auch hier wurden schon einige Szenen für die Serie „The Crown“ gedreht, die eigentlich im Buckingham Palast spielen. In Wirklichkeit wohnen hier der Graf und die Gräfin von Pembroke.
Weitere Bridgerton-Drehorte in England
Clyvedon Castle, in der Serie das Anwesen des Duke of Hastings, ist eigentlich Castle Howard, eine prächtige Residenz in der Nähe von York, im Norden Englands.
Das Schloss wurde schon häufig als Filmlocation genutzt, beispielsweise für Stanley Kubricks „Barry Lyndon“, für „Wiedersehen mit Brideshead“ oder auch für die Historienserie „Victoria“.

Das nahe gelegene Dorf Coneysthorpe diente als authentische Filmkulisse für das Dorf, das der Herzog und die Herzogin häufig besuchen.
Weitere Außenaufnahmen für den Sitz des Duke of Hastings und die Ländereien ringsum entstanden am bereits genannten Wilton House in Wiltshire.
In einigen Szenen ist auch die markante Palladianische Brücke im Park des Anwesens zu sehen. Eine Kopie dieser Brücke wurde 1755 im Prior Park in Bath errichtet.
Der noble Club, in dem sich der Duke mit Daphnes ältestem Bruder trifft, ist der traditionelle Reform Club in der Pall Mall 104, der auch schon für die „James Bond“-Filme „Stirb an einem anderen Tag“ und „Ein Quantum Trost“, Guy Ritchies „Sherlock Holmes” sowie für die Verfilmung von „Paddington“ als Location genutzt wurde.

Die zweite Staffel von „Bridgerton“ widmet sich vorrangig der Liebesgeschichte zwischen Vizegraf Anthony Bridgerton (Jonathan Bailey) und Kate Sharma (Simone Ashley).
Zu den wichtigsten Drehorten dieser Staffel gehört das Somerley Estate in Hampshire, das in „Bridgerton“ in die Rolle des Somerset House schlüpft.
Für „The Crown“ wurde das Gebäude parallel zur royalen Residenz Highgrove, dem Landsitz von Prince Charles. Über den genauen Zeitplan der Dreharbeiten mussten sich die beiden Produktionen daher einigen.

Ganz in der Nähe des traditionellen Kaufhauses Fortnum & Mason im Londoner Viertel Piccadilly liegt ein weiterer Drehort, die St. James’s Church, die in der zweiten Staffel zum Schauplatz der missglückten Hochzeit zwischen Anthony Bridgerton und Edwina Sharma wurde.
Die Kirche ist für Besucher geöffnet. Hin und wieder finden dort auch Konzerte statt und mit etwas Glück kann man bei einem Besuch den Musikproben lauschen.



In der dritten Staffel von „Bridgerton“ ist Osterley Park and House im Westen Londons Schauplatz des großen Vollmondballs im Freien. Das frühere Herrenhaus gehört mit seiner georgianischen Architektur heute zum National Trust und kann mitsamt der gepflegten Gärten und den umherstreifenden Rindern besichtigt werden.
Das Tudorhaus in Loseley Park dient in der vierten Staffel von „Bridgerton“ als „My Cottage“ von Benedict Bridgerton (Luke Thompson), der hier ein paar Tage mit Dienstmädchen Sophie (Yerin Ha) verbringt, bis seine Wunde verheilt ist.
Im Sommerhalbjahr sind das Haus und Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich und man kann sogar in einem der gemütlichen Cottages übernachten. Das Anwesen war auch schon in „The Crown“ und „The Gentlemen“ als Drehort zu sehen.

Insgesamt könnte es acht Staffeln von „Bridgerton“ geben, von denen sich jede um jeweils eines der Bridgerton-Kinder als Hauptfigur dreht.
Der bisherige Erfolg der Serie lässt vermuten, dass sich darüber weltweit Millionen von Serienfans freuen würden.
„Bridgerton“ für Zuhause:
Das Buch zur Serie: „Der Duke und ich“
Die Musik zu „Bridgerton“
Die Drehorte weiterer bekannter britischer Serien:
The Crown
Outlander
Downton Abbey
Sherlock Holmes
Inspector Barnaby
Der Doktor und das liebe Vieh
Doctor Who
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